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12. Juni 2008
Fingerabdrücke nicht zwingend im Ausweis vorgeschriebenDer heutige Kompromiss der Großen Koalition stellt einen Sieg für Datenschützer und eine Schlappe für Wolfgang Schäuble dar. Die SPD zog bei der zwangsweisen Speicherung der Fingerabdrücke in Personalausweisen nicht mit. Diese können von den Bürgerinnen und Bürgern aber freiwillig abgegeben werden. Wie die "Neue Osnabrücker Zeitung" berichtet, sollen die Abdrücke nur auf Wunsch gespeichert werden. Auf diese Lösung haben sich Innenminister Wolfgang Schäuble (CDU) und Justizministerin Brigitte Zypries (SPD) geeinigt. Im Frühjahr hatte der Chaos Computer Club (CCC) in Ausgabe 92 der datenschleuder den Fingerabdruck des Innenministers veröffentlicht, um eine Chancengleichheit herzustellen. Wenn der Staat auf unser aller Daten Zugriff hat, so sei es nur fair, man sorge mit dieser Veröffentlichung für einen gerechten Ausgleich. Schäuble blieb nach Bekanntwerden der Aktion betont gelassen und antwortete, dass er nichts zu befürchten habe. Sein Fingerabdruck wäre kein Geheimnis, den könne jeder haben. Zumindest die Käufer der aktuellen Ausgabe der datenschleuder haben ihn. Wir warten indes auf die Vervollständigung des biometrischen Sammelalbums. Die Abdrücke von Angela Merkel, Günther Beckstein, Monika Harms, Otto Schily und BKA-Präsident Jörg Ziercke fehlen noch. (via SPON, thx!)
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