Nach einer Meldung des Antivirus-Herstellers McAfee haben sich mindestens 119.000 Systeme den als Downloader-UA.h bekannten Trojaner eingefangen. Der Trojaner, der sich selbst als Musik- oder Filmdatei ausgibt, erreichte damit eine Infizierungsrate von über 27% - weit mehr als die meisten anderen Schadprogramme, die bis zu 5% erreichen.
Übertragen hat sich das Schadprogramm über Filesharing-Netze wie eDonkey2k oder Limewire. Bei dem Versuch, die .mp3 oder .mpeg-Dateien abzuspielen, wird man aufgefordert, die Datei "PLAY_MP3.exe" herunterzuladen. Diese spielt jedoch keine Musik ab, sondern dem Nutzer wird eine 4800 Wort starke Lizenzvereinbarung vorgelegt - durch die Annahme installiert der Nutzer diverse Werbesoftware.
BitTorrent-Nutzer lässt diese Schadsoftware allerdings kalt. Während Protokolle wie Gnutella oder eDonkey2k sehr dezentral und chaotisch aufgebaut sind, spielt BitTorrent durch seine Strenge wieder mal seine Stärke aus. Denn BitTorrent-Tracker moderieren ihre Daten und können Malware sehr schnell herausfiltern und sperren. Der Grund dafür ist technischer Natur: Während eDonkey2k-Clients nach Dateien suchen, die in dem "Shared"-Ordner liegen, sucht BitTorrent nur nach Dateien, die beim Tracker indiziert sind. Wenn der Tracker keine Daten mehr liefert, ist die Gefahr durch die Schadsoftware gebändigt.
Zwar liefert auch BitTorrent keine absolute Sicherheit, trotzdem ist die Datensicherheit hierbei weit größer als bei anderen Protokollen. Tausende unbezahlte Moderatoren arbeiten jedoch ständig daran, die Daten möglichst sicher zu halten.
(via TorrentFreak, thx)
Hm, über WinMX konnte man sich damals auch schnell VIren/Trojaner einfangen... KaZaA war nach einiger Zeit auch ne große VIrenschleuder.. also irgendwie nichts neues.. auser das man sieht, das 119.000 Ultradoofe gibt, die immer noch nichts kapieren.
@GFXman: Das trifft genauso wenig auf alle Windowsuser zu, wie die Vorurteile auf MacUser, oder das deutsche nur Sauerkraut essen. Dumme Leute, ja. Der Vorteil von Linux ist da, dass es solchen Leuten den Einstieg nicht leicht macht. Verhaltensratschläge..Sowas sollte man mit gesundem Menschenverstand hinbekommen. Wer das nicht kann, dem hilft auch kein Rat.