gulli: Filesharing in Japan: Winny-Autor soll ein Jahr in den Knast

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05. Juli 2006

Filesharing in Japan Winny-Autor soll ein Jahr in den Knast

Weil er die japanische Filesharing-Software "Winny" gecodet hat, soll der 35jährige Isamu Kaneko ein Jahr in den Knast. Das Verfahren gegen den Entwickler strengten die üblichen Verdächtigen an: Sony BMG, Warner Music, EMI und Vivendi. Die Software habe zu zahlreichen Verstößen gegen das Urheberrecht geführt.

Er habe die Software nur zum Zweck der technischen Analyse entwickelt, so hingegen Kaneko, der sich nicht schuldig bekannte. Es sei nicht seine Intention gewesen, zu Copyrightverstößen beizutragen.

Winny schaffte es neben dem Verfahren gegen seinen Programmierer vor allem wegen mutmaßlicher Sicherheitslücken in die Schlagzeilen. Die Software sei für eine Reihe von Datenlecks verantwortlich, so ein Sprecher der japanischen Regierung. Zur zügigen Deinstallation der Software von Rechner in Verwaltung, Regierung und Militär wurde geraten. Winny erfreut sich in Japan großer Beliebtheit, vor allem japanische Inhalte sind in dem Tauschnetz zu finden.

Die Gerichtsverhandlung wird im September fortgesetzt. Winny wurde 2002 erstmals veröffentlicht und behauptet von sich, einige Anonymisierungsfeatures mitzubringen, während an anderen Stellen vor allem vor Securitylücken gewarnt wird. Eine englische Version ist verfügbar, wenngleich nicht auf dem aktuellen Stand der japanischen Version der Freeware.

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