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21. Februar 2005

Filesharer bekommen wieder Rückenwind

Nach den Schlägen der letzten Zeit viel Unterstützung für p2p

Nachdem Tauschbörsen und ihre Nutzer in der letzten Zeit vor allem in Berichten über Schließungen von verschiedener Torrentseiten oder anderer p2p-Portale von sich reden machten, gab es neben neuen Angeboten und einem Neustart unter erfreulichen Begleitumständen wenig zu lachen. Doch nach den Böen, die Betreibern und Nutzern von p2p-Netzen in letzter Zeit ins Gesicht wehten, kommt es nun zu einer erstaunlichen Welle der Solitarität und dem Neubeginn einer ernsthaften Debatte über Sinn und Unsinn des Copyright, der Kriminalisiernug von Usern und neuen Geschäfts- und Vertriebsmodellen für digitale Medien.

Eine illustre Runde stieß die Initiative FairSharing.de an. Die Gruppe setzt sich mit einer Unterschriftenaktion für die Legalisierung von Fiesharing bei gleichzeitigem Einführen einer Kulturflatrate ein. Unter den Erstunterzeichnern finden sich neben intellektueller Prominenz wie Elmar Altvater zahlreiche Köpfe von Attac, padeluun vom FoeBuD, Alvar Freude und zahlreiche Vertreter aus der Politik. Auch die Medienschaffenden sind vertreten: unter anderem mit Frank Fenstermacher von den Fehlfarben.FairSharing Banner

Neben dieser Initiative bekommen die Filesharer Rückendeckung von Tim Renner, ehemals Chef von Universal Music Deutschland: die Musikindustrie in Deutschland befinde sich "im Zombie-Stadium". Das bisherige Geschäftsmodell der Musikindustrie sei endgültig passe, äußerte sich der Fachmann laut FutureZone.

Währenddessen veröffentlichte in den USA das CATO-Institut eine Studie, in der neue Möglichkeiten beschrieben werden, wie einerseits mittels p2p durchaus die Künstler entlohnt werden könnten und mittels der Kombination von DRM und p2p neue Geschäftsmodelle entwickelt werden könnten, die den neuen Gegebenheiten besser angepasst seien und Marktchancen hätten. Vorgemacht würde dies durch Services, die das Verbreiten per p2p ausdrücklich vorsehen, aber eingebaute Abspielsperren hätten - nach mehrfachem Probehören könne man den Track optional kaufen oder löschen.

Zum Schluß eine weitere gute Nachricht: die Hacker, welche letztens die Webseite der IFPI Österreich modifizierten und unter anderem eine Reihe von Solidaritätsadressen von Musikern, welche bekennen, Filesharing positiv gegenüberzustehen, auf der Seite platzierten, scheinen nicht aufspürbar zu sein. Die TP berichtet jedenfalls von einem Bekennerschreiben, aus dem hervorgeht, dass die Aktion über ungesicherte WLANs durchgeführt worden wäre.

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