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09. Mai 2006
FIFA-Paranoia Auch ISPs in Deutschland sollen Kunden überwachenGestern wurde ein Anschreiben der Kanzlei Baker und McKenzie an eine Reihe Schweizer Provider bekannt: man solle sich doch schon auf die Kooperation mit der FIFA einstellen, diese zähle auf die Mithilfe der Provider, falls User WM-Videos oder Bilder ins Netz stellen. Aber auch in Deutschland hofft man auf ISPs, die ihre Kunden verpfeifen. Denn Briefe von Baker McKenzie fanden auch deutsche Provider nun in ihren Postfächern: wie auch in der Schweiz wurden sie über die mit dem Fall beauftragten Kanzlei im Namen der Infront Sports & Media angeschrieben. Infront vermarktet die FIFA-WM im Internet. Dass die FIFA es nicht für notwendig hält, den rechtlich vorgesehenen Weg auch nur zu erwähnen - Datenherausgaben werden in der Regel gerichtlich angeordnet - zeigt wieder einmal, wie sich eine Organisation um geltendes Recht kümmert, wenn sie ihre Vermarktungschancen in Gefahr sieht. Aber auf der anderen Seite sollte einen das bei einem Überwachungsevent wie der WM nicht mehr wundern. Verwandte News
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