gulli: FCC: Comcast erhält 30 Tage Limit zur Klärung der BitTorrent-Drosselung

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26. August 2008

FCC Comcast erhält 30 Tage Limit zur Klärung der BitTorrent-Drosselung

Der Provider Comcast dürfte inzwischen jedem Leser bestens bekannt sein, nicht zuletzt aufgrund deren äußerst fragwürdigen Methoden im Umgang mit BitTorrent-Traffic. Die Federal Communications Commission (FCC) sah das Verhalten des Unternehmens zwar als falsch an, wollte jedoch keine Sanktionen aussprechen, bis die weiteren Umstände geklärt sind. Stattdessen wurde eine Untersuchung eingeleitet. Für die Bekanntgabe aller relevanter Punkte wurde dem Provider eine Frist von 30 Tagen gesetzt.

Die von der Federal Communications Commission (FCC) eingeforderten Informationen dürften bei Comcast für erhebliche Missstimmung gesorgt haben. Schließlich verlangt man die Herausgabe aller im Zusammenhang mit der BitTorrent-Drosselung stehenden Fakten.

Nachdem durch die FCC zunächst keine Sanktionen ausgesprochen wurden, konnte sich Comcast eigentlich auf der Gewinnerseite sehen. Man hatte BitTorrent-Traffic bewusst blockiert, indem man damit argumentierte, dieser würde das Netzwerk zu sehr belasten. Dass dieses Vorgehen gänzlich ohne Sanktionen verbleiben würde, hatte aber letztlich niemand erwartet. Die FCC äußerte sich dahingehend, dass man den Providern nicht vorschreiben könne, wie sie ihr Netzwerk verwalten. Wenn einzelne Protokolle jedoch bevorzugt und andere im Gegenzug blockiert werden, müsse es dafür schon einen relevanten Grund geben. Dieser ist im Fall von Comcast nicht existent, weshalb man die Untersuchung einleitete, die jetzt alles aufdecken soll.

"Tatsächlich streben wir eine Untersuchung an, die Comcasts unzumutbarem Verhalten ein Ende bereiten soll. Insbesondere fordern wir Comcast dazu auf, innerhalb von 30 Tagen die Details ihres unzumutbaren Netzwerk-Managements offenzulegen sowie uns einen detaillierten Lösungsplan zuzusenden, wie man beabsichtigt diese untragbaren Praktiken bis zum Ende des Jahres zu stoppen. comcastAuch fordern wir gegenüber der Kommission sowie der Öffentlichkeit eine Offenlegung der Netzwerk-Management Praktiken, welche nach der Beseitigung dieses Problems geplant sind." Einerseits ist es ein deutliches Signal, wenn ein Provider nicht einfach nach gut Dünken bestimmte Transfers zur Einsparung des Netzverkehrs drosseln darf. Allerdings werden sich neue Probleme auftun, wenn Comcast im nächsten Jahr seinen "fair share" Plan umsetzen will. Dieser sieht vor Powerusern für einen bestimmten Zeitraum die Geschwindigkeit zu senken, um den restlichen Kunden ein stabiles Surfen zu gewährleisten. Die Umsetzung dieses Plans und die Reaktion der FCC darauf darf mit Spannung erwartet werden.

(Firebird77)

(via zeropaid, thx!)

(Bild via thegeekery, thx!)

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