|
02. Juni 2006
FBI und Justizministerium Mehr Datenspeicherung bei Google, Microsoft, AOL gefordertBereits vor zwei Wochen forderte US-Generalstaatsanwalt Gonzales mit seinem Lieblingsthema "Kinderpornografie" vermehrte Datenerfassung bei Internetprovidern, inzwischen kam die unvermeidliche Terrorismus-Keule hinzu: Internetunternehmen sollten vermehrt und verlängert Daten speichern, so Gonzales, nun assistiert vom FBI-Direktor Mueller. Mit den Schnüffelwünschen trat man an große Internetunternehmen wie Google, Microsoft, AOL, Verizon, Comcast und andere heran. Nur von der beliebten Begründung Kinderpornografie wusste c|net letzten Freitag, als Mueller und Gonzales sich mit Vertretern der Internetunternehmen zu einem Gespräch hinter verschlossenen Türen trafen. Bekannt wurde unter anderem, dass Vertreter des Justizministeriums verpixelte Darstellungen von Kinderpornografie herumreichten, um "die blutrünstige Art" der Verbrechen zu betonen, die die Polizei zu verhindern versuche. Die Realität holte die Bedenken schnell ein: USAToday meldet nun, die Daten würden auch für die Terrorismusbekämpfung benötigt. EFF-Anwalt Lee Tien sieht damit die ISPs als verlängerten Arm der Regierung an, und meldet große Bedenken an. Vertreter der Internetunternehmen äußerten sich hingegen weniger über das ob, sondern nur noch darüber, wie und welche Daten gespeichert und Ermittlern zur Verfügung gestellt werden könnten. Indessen wiederholt sich nur einmal mehr Geschichte: auch die umstrittene Anforderung des Justizministeriums an Suchmaschinen, Suchlogs herauszugeben, sollte ursprünglich ausschließlich der Analyse der Pornografieverbreitung im Internet dienen. Nach Herausgabe der Logs wurde angekündigt, bei Terrorverdacht die Daten an die entsprechenden Stellen weiterzuleiten. Verwandte News
Trackbacks
|