gullinews am Freitag, 11.01.2008 11:41 Uhr
So kann man sich die Geheimdienstarbeit auch erschweren - man scheitert nicht an Telefonieverschlüsselung, sondern schlicht daran, dass die Telcos die Abhörleitung abklemmen, weil die Rechnung nicht bezahlt wurde. Die unzureichende interne Kontrolle beim FBI sei schuld daran, dass die Zahlungsmoral zu wünschen übrig läßt und über die Hälfte der Abhör-Rechnungen unpünktlich bezahlt wurden. Allein in einer Niederlassung des FBI summierten sich die Ausstände auf 66.000 Dollar.
Mindestens ein Überwachungsfall sei wegen der ausstehenden Zahlungen ausgesetzt worden. Generalinspektor Glenn A. Fine spricht in der Mehrzahl:
"Wir haben herausgefunden, dass verspätete Zahlungen dazu führten, dass Telekommunikationsgesellschaften die Leitungen des FBI abklemmten, mit denen Überwachungsergebnisse übermittelt wurden, was zum Verlust von Beweismaterial führte."
Schuld an dem ganzen Desaster sei die "antiquierte" Buchführung beim FBI, über die Verwendungszweck und tatsächliche Verwendung von Geldern nur lax kontrolliert werde. So seien die nun erneut bestätigten Misstände bereits Ursache für einen Veruntreuungsfall im Jahre 2006 gewesen. Ein Agent gestand damals, 25.000 Dollar an FBI-Mitteln privat verpulvert zu haben.
Insgesamt wurden 16 Empfehlungen ausgesprochen, wie das FBI besser mit seinem Geld umgehen könne. Die konkreten Maßnahmen wurden nicht veröffentlicht, das FBI gab indessen schon zu Protokoll, dass man vier der Vorschläge nicht berücksichtigen werde, da diese "entweder nicht umsetzbar oder zu kostenintensiv" seien.
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anscha69 am 13.01.2008 12:12:39: |
Aziras am 13.01.2008 12:18:58: |
am 13.01.2008 15:53:26: |