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23. Mai 2006

FairSharing Kampagne zur Tauschbörsen-Legalisierung sucht Unterschriften und Kampagnenmotive

Trotz dunkler Wolken am Urheberrechtshorizont läßt sich die Kampagne "Fairsharing", die eine Legalisierung der Tauschbörsen via "Kulkturflatrate" fordert, nicht irremachen. Rechtzeitig zur ersten Lesung des zweiten Korbs der Urheberrechtsreform will man 10.000 Unterschriften vorlegen, zeitgleich wird ein Wettbewerb zur Gestaltung einer Kampagnenpostkarte ausgelobt. Der jüngst verliehene alternative Medienpreis sowie die intensive P2P-Debatte in Frankreich machen den Aktivisten Mut.

Denn trotz - oder wegen - der Frustrationen angesichts der geplanten Urheberrechtsverschärfungen in Deutschland hat sich das Medieninteresse an der Kulturflatrate wieder verstärkt. Die Zugriffszahlen auf die Website sowie die Zahl der gesammelten Unterschriften hat deutlich zugenommen. Erst vor kurzem hat die Fairsharing-Kampgne den diesjährigen alternativen Medienpreis erhalten - damit jedoch ein Medienecho hervorgerufen, welches der gelegentlich noch als unabhängig gepriesenen deutschen Presseberichterstattung mehr als peinlich sein sollte.

Die Kampagne benötigt momentan vier Dinge: Spenden, Mitarbeit, Unterschriften sowie ein Postkartenmotiv. Eine Spendenseite ist eingerichtet. Ab August besteht die Möglichkeit eines Praktikums bei den Tauschbörsenlegalisierern, weitere Helfer werden zur Korrektur der Übersetzung eines Buchtitels benötigt: Terry Fisher schrieb mit "Promises to keep" einen Beitrag zur Kulturflatrate, den die Initiative ins Deutsche übersetzte.

Noch einfacher mithelfen kann man beim Ziel drei: 10.000 Unterschriften für die Kampagne bis Ende Juni. Momentan 9.000 Unterzeichner hat die Aktion zur Einführung einer Pauschalgebühr für Tauschbörsennutzer, die im Gegenzug Fileshariung legalisieren soll. Zur ersten Lesung des zweiten Korbs der Urheberrechtsnovelle will man eine fünfstellige Zahl an Unterschriften vorlegen.

Grafisch begabte Unterstützer werden für die Gestaltung eines Postkarten-Motivs gebraucht. Vorgaben und Preis:

Wir suchen ein provokantes, witziges und innovatives Bild, was sich gut eignet, um die Fairsharing-Idee oder die Absurdität der Kriminalisierungskampagne der Industrie deutlich zu machen.

Als Preis für das Motiv was wir drucken gibt es einen T30 iRiver 1GB-MP3-Player. (Danke an den Spender, der das möglich gemacht hat!) Außerdem wird die Preisträgerin zu ihrem ewigen Ruhm natürlich auf den Postkarten genannt.

Da der Kampagne die Mittel zur Postkartenaktion sehr kurzfristig zur Verfügung gestellt wurden, bitten die Aktivisten um die Zusendung der Motive oder Entwürfe bis Donnerstag, 11:00 Uhr. Optimal wäre eine printfähige Vorlage, eine Skizze wird bei entsprechend treffendem Motiv jedoch ebenfalls gerne netgegengenommen.

  • 1 Kommentar zum Artikel
  • Trotz dunkler Wolken am Urheberrechtshorizont läßt sich die Kampagne "Fairsharing", die eine Legalisierung der Tauschbörsen via "Kulkturflatrate" fordert, nicht irremachen. Rechtzeitig zur ersten Lesung des zweiten Korbs der Urheberrechtsreform will man 10.000 Unterschriften vorlegen, zeitgleich wird ein Wettbewerb zur Gestaltung einer Kampagnenpostkarte ausgelobt. Der jüngst verliehene alternative Medienpreis sowie die ...

    gullinews am 23.05.2006 12:00
  • kein Text

    Apachenhptling am 23.05.2006 12:45
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