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18. Januar 2008

Ex-FBI Agentin geht zur RIAA

Die dreiundfünfzigjährige ehemalige Agentin Kathy Denise Leodler hat nach 23 Jahren das Federal Bureau of Investigation (FBI) verlassen, um ihre Karriere bei der US-Antipiratenorganisation RIAA fortzusetzen. Sie arbeitet dort als Direktorin und leitet die Untersuchungen der Organisation an der Westküste der USA. Ganze zwei Tage nach dem Weggang vom FBI nahm sie dort ihre Arbeit auf.

Auf dem Höhepunkt ihres Werdeganges leitete sie zwischen 2003 und 2007 als erste Frau das Büro des FBI in San Diego. Sie gab gegenüber dem San Diego Union Tribune an,  sie wäre im Verlauf ihres Studiums und ihrer beruflichen Karriere mehrfach alleine aufgrund ihres Geschlechts benachteiligt worden. Stipendien für Sportstudenten oder Jobs für Sportreporter wurden ohne Angabe von Gründen fast ausschließlich an Männer vergeben. Als dann das Angebot vom FBI kam, hat sie zunächst ihre Unterlagen ohne nachzudenken in den Müll geworfen. Ihr Mann, der kurz nach ihr beim FBI anheuerte, konnte sie davon überzeugen, dass dies die Tätigkeit sein würde, auf die sie schon immer gewartet hat. Ende November 2007 schied sie aus dem Dienst aus. Sie überwacht jetzt die Aktionen der RIAA im Westen der USA. Sie hat sich eigenen Angaben zufolge nie wohl gefühlt, für Männer beiseite zu treten. Wenn es um die Jagd auf Raubkopierer im Auftrag der amerikanischen Plattenindustrie geht, scheint die ältere Dame weniger wählerisch zu sein.

Früher machte sie mit der Aufdeckung eines Menschenhändlers landesweit Furore. Dieser hatte sich einen Witz daraus gemacht die Nachricht zu verbreiten, illegale Immigranten würden angeblich eine Atombombe in die USA einschmuggeln. Die Angelegenheit hatte im Staat für viel Aufsehen gesorgt. Und jetzt arbeitet sie im Auftrag von Sony BMG, EMI, Universal, Warner und andere Firmen anstatt echte Kriminelle zu verfolgen. Früher koordinierte sie die Untersuchung von Erpressungen, Banküberfällen, Kidnapping etc. Ihr wurden rund 300 Auszeichnungen für ihre Verdienste verliehen. Ist der Job bei der RIAA wirklich der Karrieresprung, den sie sich erhoffte? Man darf es zumindest infrage stellen.

  • Den Lohn von der Frau hätte die Musikindustrie ruhig einsparen können (Ich nehme mal an, dass sie da nicht für 'n Apple und 'n Ei arbeitet). Wenn die Musikindustrie dadurch jetzt wieder "große Gewinneinbrüche" hat, sind natürlich die schuld, die nicht noch mehr CDs gekauft haben, um den Lohn der Frau ausgleichen zu können...

    Latexschlampe am 21.01.2008 08:22
  • nun ist sie die chefin und wird nicht mehr herumkommandiert. mal sehen ob sie nen neues arbeitsklima in der RIAA schafft... zu hoffen wäre, dass man weniger lügen verbreitet in form von zahlen

    Wandang am 14.02.2008 21:04
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