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19. März 2006
Euroweb greift Blogger an...und die Blogosphäre berichtet umfassend Jens Scholz sieht sich nicht als Opfer der Abmahnwelle durch die Euroweb Internet GmbH. "Wer sagt denn, daß ich nicht damit gerechnet habe, daß sich die Jungs bei mir melden werden? Opfer werden überrascht. Opfer sind von vorneherein unterlegen. Opfer lassen sich einschüchtern. Opfer stehen alleine. Keine dieser Eigenschaften sehe ich bei mir gegeben", so seine lapidare Reaktion auf das Anwaltsschreiben, welches ihm vorwirft, "unwahre und beleidigende Behauptungen über unsere Mandantin, die diese auf das übelste herabwürdigen und verunglimpfen" zu verbreiten. Wie auch im Fall gulli.com wurden keine konkreten Textstellen benannt, welche nach Ansicht der Kanzlei Verunglimpfungen darstellen. Scholz fragt konsequenterweise nach, welche Äußerungen nun denn die Beanstandungen rechtfertigen würden. Die ihrerseits in zahlreichen Blogs inzwischen die Runde machen.
Ein lesenswerter Versuch über Unternehmensethik in einer Zeit, in der den potentiellen Kunden mit dem Internet inzwischen der Zugang zur Öffentlichkeit leicht zur Verfügung steht, findet sich unter den Beiträgen ebenso wie gute Ratschläge im Lawblog, wie man als Blogger oder Forenposter noch einigermaßen risikofrei seine Meinung äußern kann, ohne mit Anwaltspost für sich oder die Betreiber rechnen zu müssen. Nachdem die Euroweb zum Schluss versuchen liess, gar den Email-Austausch der Erfahrungen von Kunden untereinander zu unterbinden, ist die Debatte über die Webdienstleister wieder mitten im Netz angekommen. Womit sich Euroweb Internet vermutlich einen Bärendienst erwiesen hat: "Die Euroweb GmbH wird sich in den nächsten Tagen über eine erhöhte Aufmerksamkeit wundern, aber nicht freuen." Verwandte News
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