gulli: Euro 2008: Schweiz schickt die Drohnen los

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29. Mai 2008

Euro 2008 Schweiz schickt die Drohnen los

Bei einem solch spektakulären Event wie die Euro 2008 in Österreich und der Schweiz sind natürlich auch die Ängste vor eventuellen terroristischen Aktionen und anderen Unruhen groß. Die Schweiz ließ sich nun jedoch etwas ganz Außergewöhnliches einfallen, um derartigen Übergriffen Einhalt zu bieten. Pünktlich zur Europameisterschaft tummeln sich die Drohnen aus Emmen über den Wolken der Schweiz und sollen frühzeitig eventuelle Vorkommnisse erkennen. Die USA sind von dem Vorhaben weniger begeistert - die Gerätschaften sind derzeit nicht ausgereift und könnten schneller vom Himmel fallen, als sie gestartet sind.

Behörden aus den Vereinigten Staaten äußerten ihre Bedenken gegenüber den Plänen, die unbemannten und mit Kameras ausgerüsteten Geräte, in die Lüfte gehen zu lassen. Die Technik sei bei weitem nicht ausgereift, man bemängelte dementsprechend ein ernst zunehmendes Sicherheitsrisiko. In einem offiziellen Bericht schrieb eine US-Behörde an den zuständigen Schweizer Kongress, dass es sich bei der aktuell eingesetzten Technologie der Drohnen höchstens um erste Versuche handeln könne.

Die Technik wurde verglichen mit den Computern der frühesten Generation und ähnlich wenig benutzerfreundlich fällt auch ihre Bedienung aus. Als ungefähren zeitlichen Anhaltspunkt gab man an, die Drohnen lieber weitere vier Jahre ausgiebig zu testen, vorher sei überhaupt nicht an einen Produktiveinsatz zu denken. Der Sprecher der Schweizer Luftwaffe, Jürg Nussbaum, blickt dagegen weitaus optimistischer in die Zukunft. Von einem Sicherheitsmanko weiß er nichts.

"Klar, die absolute Sicherheit gibt es in der Fliegerei nicht. Doch unsere Drohnen sind technologisch genügend ausgereift, um an der Euro 08 den Luftraum sicher zu überwachen." Eigenen Angaben zufolge wurden die Geräte bislang exzessiv getestet. Und das ohne Zwischenfälle, wenn man einen Absturz nicht als einen Zwischenfall bezeichnen will. Seit 1999 wurden 28 Drohnen auf den Weg geschickt, drei davon kamen nicht an ihr Ziel.

Der Hersteller "Ruag Aerospace" in Emmen bezeichnet die Entwicklung als sicher und durchaus geeignet. Kurt Grüter, ein Pressesprecher des herstellenden Unternehmens, gab bekannt, dass stets nur die neuste Technik verwendet wird. Abgesehen davon wird hier mit Schweizer Gründlichkeit gearbeitet. Nicht ganz billig ist eine solche Drohne, rund 500.000 Franken kostet nur eines der Flugobjekte. Bis auf 4.500 Höhenmeter ziehen die Überwachungsflieger hoch, meistens werden sie jedoch nur auf 2.000 Meter Höhe ihren Dienst verrichten und ansprechende "Landschaftsbilder" nach unten senden. Dann steht einer sicheren und Drohne über der Schweizterrorfreien Euro 2008 ja nichts mehr im Weg. Auch die Schweiz wird noch an den Spruch denken müssen: "Runter kommen sie alle" - hoffentlich nicht in einem Stadion während eines ausverkauften Spieles.

(via euro-police.noblogs.org & zisch.ch, thx)

  • Ach, die Amis haben doch nur angst dass man dann sieht, dass ein CIA-Agent die Bombe gelegt hat

    user007 am 30.05.2008 23:15
  • Zitat: Zitat von user007  Ach, die Amis haben doch nur angst dass man dann sieht, dass ein CIA-Agent die Bombe gelegt hat lol, genau so ist es.

    fragment90 am 30.05.2008 23:35
  • Zählt das als Eigentor, wenn die Drohne in das Tor der Schweizer volle Kanone reinkracht?

  • Haben wir schon 1984 ?

    CharlesBukowski am 31.05.2008 02:46
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