gullinews am Donnerstag, 24.04.2008 15:30 Uhr
Gulli berichtete kürzlich über eine EU-Umfrage zu Bürgergrundrechten und Onlinedurchsuchung, im Zusammenhang mit dem Schutz der Persönlichkeitsrechte. Die aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Gallup hat im Auftrag der Europäischen Union untersucht, wie die Bürger Europas über die Sicherheit ihrer Daten denken. Befragt wurden 27000 Bürger und 5000 Unternehmen aus allen 27 Mitgliedstaaten.
Das Ergebnis kann man als nicht sonderlich zufriedenstellend bezeichnen. Weit mehr als die Hälfte, etwa 64 Prozent, empfinden ihre Daten im Internet oder auf den Übertragungswegen als unzureichend geschützt. Beklagt wird vor allem der Mangel an Information und öffentlichen Diskurs zu diesen Themen. Schlimmer noch: Datenschutzbehörden sind den meisten Bürgern nicht geläufig. Nur 28 Prozent der Befragten wussten überhaupt, dass es solche Institutionen in ihren Ländern gibt.
Technische Maßnahmen, um die Privatheit und Sicherheit zu wahren, würden überwiegend nur von Unternehmen eingesetzt werden. Mehr als zwei Drittel der Internetnutzer wüssten nichts von Maßnahmen dieser Art.
Wenig erfreulich ebenfalls die Umfrageergebnisse zur Datenspeicherung. Bei den Befragten waren für eine Speicherung von Flugdaten (82%), Telefondaten (72%), Internet (75%) und Kreditkartennutzung (69%), allerdings nur zu dem Zweck, um Terrorismus zu verhindern. Ein Großteil der Bürger möchte, dass die Speicherung dieser Daten restriktiv nur zur Gefahrenabwehr gegen den Terrorismus zur Anwendung kommt.
( via edri )
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am 24.04.2008 18:10:56: |
kleinad am 24.04.2008 20:12:03: |
_020200 am 24.04.2008 20:37:48: |