|
28. Januar 2007
EU-Polizeidaten bald ohne Regulierung in Drittländern?Die deutsche EU-Ratspräsidentschaft strengt eine europaweite Neuordnung der Verwahrungsrichtlinien für Polizeidaten an. Im Rahmen der EU-Kommission soll ein Rahmenbeschluss erarbeitet werden, der sämtliche Polizeidaten der Europäischen Union unter einen längst überfälligen stabilen Datenschutz stellt. Datenschützer kritisieren schon im Vorfeld die deutsche Initiative und befürchten eine starke Vernetzung der Polizeidaten in und außerhalb der EU. Schon im Sommer 2006 sorgte der erste Entwurf des Polizei-Datenschutz von Justizkommissar Franco Frattini für heftigen internationalen Wirbel. Unter dem Vorsatz „die personenbezogenen Daten der Bürger mit Sorgfalt und Vorsicht“ zu behandeln war der Vorschlag in Hinsicht auf den zuvor verabschiedeten Entwurf der Vorratsdatenspeicherung in der Telekommunikation auf taube Ohren gestoßen. Auch der erneute Ansatz der deutschen EU-Vertreter stößt durchweg auf Misskredit. Internationale Datenschützer befürchten weiterhin keine europaweite Regelung, jeder Staat könnte ohne zusätzlichen Ballst den Datenschutz im eigenen Land regeln. Unter dem Schleier des heutigen „Tag des Datenschutzes“ wird ein weiterer wichtiger Schritt des internationalen Datenschutzes beschrieben. Doch ob die neuen Regelungen auch neue Sicherheit bringen oder die schlimmsten Befürchtungen der Datenschützer bestätigen, wird erst weit nach der deutschen Ratspräsidentschaft entschieden. Verwandte News
Trackbacks
|