Suchlauf im Datensatz dauere 50 Jahre
Eine anschauliche Analogie benutzten die EU-Parlamentarier heute zur Begründung inres Votums. Mehrheitlich wurde der Entwurf der Kommission zur Speicherung von Verbindungsdaten bei Telekommunikations-Providern heute abgelehnt. Der Entwurf sah eine Speicherung von Verbindungsdaten für Telefon-, Handy- und Netzverbindungen für drei Jahre vor. Dabei würde ein Datenvolumen von 20.000 bis 40.000 Terabyte anfallen - ein einziger Suchlauf durch den Datensatz würde mit der heute bei den Providern vorhandenen Technik 50 Jahre dauern.
Weiterer positiver Aspekt: auch für zukünftige Entwürfe forderte das Parlament eine klare Beschränkung der Erfassung auf die Verbindungsdaten: keinesfalls solle eine Erfassung von Kommunikationsinhalten in Erwägung gezogen werden. Zu guter Letzt scheint die Möglichkeit vom Tisch, dass eine entsprechende Richtlinie ohne Zustimmung des Parlaments verabschiedet wird - Der vorgelegte Alternativentwurf kann vom Parlament ebenfalls abgelehnt werden. Im neuen Vorschlag wird eine 12-monatige Datenspeicherung vorgeschlagen.