EU-Kommission: Klage gegen Microsoft wegen zu hoher Preise

gullinews am Montag, 01.12.2008 16:34 Uhr (Rating: )

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Die momentan herrschende Preispolitik des weltgrößten Softwareherstellers Microsoft scheint einem niederländischen Software-Händler deutlich zu widerstreben. Daher hat die Firma HW Trading bei der Europäischen Kommission eine Klage eingereicht. Als Grund für diesen Schritt wurde der Missbrauch der Marktposition sowie Wettbewerbsverzerrung angegeben.

Der Niederländer Samir Abdalla hat die Beschwerde bereits eingereicht. Abdalla ist der Auffassung, dass die von Microsoft betriebene Preispolitik gegen die geltenden Wettbewerbsgesetze verstößt. In diesem Zusammenhang zieht der Niederländer einen Vergleich zu den Preisen für Softwareprodukte auf dem US-amerikanischen Markt. In Europa verlange Microsoft durchschnittlich ein Drittel mehr als in den Vereinigten Staaten. Die Aufgabe der EU-Kommission ist es nun, darüber zu urteilen.

Samir Abdalla macht bei seinem Vorhaben ernst und zieht daher mit mehreren Anwälten in den Rechtsstreit. Diese haben verlauten lassen, dass es tatsächlich maßgebliche Preisunterschiede zu den Produkten in den USA gibt. Es sei ein Unterschied von 30 bis 50 Prozent erkennbar. Es ist sogar die Rede von derart riesigen Unterschieden, die Microsoft durch sein geistiges Eigentum kontrolliere.

Im Allgemeinen dürfte der niederländische Software-Händler Abdalla kein Unbekannter in den Kreisen von Microsoft sein. In einem anderen Rechtsfall streitet er sich bereits seit Monaten mit dem in Redmond ansässigen Softwarekonzern. Dabei verklagt ihn Microsoft als Chef von HW Trading. Er soll in den Vereinigten Staaten unlizenzierte Microsoft-Software verkauft und damit einen Gewinn von über 2,9 Milliarden Euro erwirtschaftet haben.

Einigen Experteneinschätzungen nach zu urteilen, sind die Marktverhältnisse in den USA und Europa durchaus vergleichbar. Daher kann sich Microsoft nicht etwa auf besondere Umstände wie beispielsweise niedere Lohnkosten berufen und somit ihre Preispolitik rechtfertigen. Auch mögliche Wechselkursschwankungen seien von keiner Relevanz, denn auch die europäischen Preislisten werden in US-Dollar geführt. Diese Faktoren hält Abdalla maßgeblich für Formen von wirtschaftlichem Missbrauch und sieht es als seine Pflicht an, dagegen vorzugehen. Bis auf Weiteres liegt dieser Fall in den Händen der Europäischen Kommission, die in absehbarer Zeit zu einer Entscheidung gelangen dürfte. (gS-)

(via linux-magazin.de, thx!) (Bildquelle: motifake.com, thx!)

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32 Reaktionen aus dem gulli:Board

Tr1umph am 02.12.2008 21:07:09:
Was wird hier eigendlich durchgehend von den Betriebssystemen gelabert? Wer sich mal die mühe machen würde selber nachzugucken würde feststellen, dass die Preise für Windows-Betriebssysteme in Europe teilweise sogar günstiger sind als im Amiland :rolleyes: Abgesehn davon ist Windows nicht meh...

gS- am 03.12.2008 07:25:30:
Wenns um Office-Produkte von Microsoft redet kann man ja vielleicht von überteuert reden. Bei denen ist is im übrigen auch wie in den News beschrieben, dass die in Europa 40-50% teurer sind. Windoof ist davon aber nicht betroffen. Der Kläger ist der Meinung, dass die g...

kry1 am 03.12.2008 22:52:14:
hm mal nen komment dazu hab grad selber geschaut wegen preise vom os. und ich muss sagen erstaunliches ergebniss: auf amazon.com Buy new: $129.95(alter preis) $85.49(neuer preis) 48 Used & new from $70.99(gebraucht). Neu kaufen: EUR 89,95 51 Angebote ab EUR 55,00 So jetzt setzt euch mal selber ...

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