gulli: Erneuter Datengau: US-Bank verliert 4,5 Millionen Kundendaten

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01. Juni 2008

Erneuter Datengau US-Bank verliert 4,5 Millionen Kundendaten

Die US-amerikanische "Bank of New York Mellon" bestätigte vergangene Woche den Verlust eines Magnetbandes, auf welchem 4,5 Millionen Kundendaten gespeichert waren. Nach Angaben der Bank ist das Band bei einem Transport auf bisher ungeklärte Weise abhanden gekommen, und war bisher unauffindbar. Besonders kritisch ist diese Situation, da die Daten in keiner Form verschlüsselt waren.

Bei dem Zwischenfall handelte es sich mitnichten um den ersten einer solchen Art. Bereits im vergangenen April war eine Datensicherung mit gescannten Schecks sowie anderen wichtigen Dokumenten auf bisher ungeklärte Weise verschwunden. Eine angekündigte Verbesserung der Transportsicherheit hat demnach scheinbar nicht stattgefunden, anders lässt sich der erneute Verlust solch sensibler Daten nicht erklären. Auf dem Magnetband befanden sich Datensätze über Bankkunden, die unter anderem Name, Vorname, Geburtsdatum und Sozialversicherungsnummer enthielten. Der Bank zufolge wurden die Daten zwar noch nicht missbräuchlich verwendet, dennoch scheint man sich auf eine solche Situation einzustellen.

Eine jüngst herausgegebene Presseerklärung der Bank sichert allen Kunden, deren Daten geradezu fahrlässig verpulvert wurden, einige positive Annehmlichkeiten zu. Dazu gehören u. a. eine kostenlose Kontostandsverfolgung für zwei Jahre, 25.000 US-Dollar Versicherungssumme bei Verlusten durch Diebstahl sowie eine kostenlose Hotline für betroffene Kunden. Letztere dürfte es indes ja mehr als genug geben. Wie es zu dem Vorfall selbst kommen konnte, ist noch immer unklar. Aufgrund laufender Ermittlungen verweigert das Transportunternehmen "Archive America" jedwede Stellungnahme. Richard Blumenthal, Generalstaatsanwalt von Connecticut, hat sich persönlich in die Ermittlungen eingeschaltet. Er zeigte sich erbost über die Bank, welche ihre Kunden nicht unverzüglich nach Verlust des Bandes darüber informierte. 40 Kunden haben inzwischen selbst einen Anwalt eingeschaltet, welcher dem Sachverhalt nachgehen soll. Ihm selbst sei es unverständlich, warum die Bank nicht auf ein modernes und sicheres Verschlüsselungssystem zurückgegriffen habe.

Die New York Mellon Bank wirbt derweil fleißig damit "signifikante Schritte bei der Verbesserung bestehender Schutzmaßnahmen und dem Schutz der Kunden" vorzunehmen.

 

(via heise thx.)

(Bild via globalgiants.com thx)

  • Passiert das jetzt wirklich häufig nur in letzter Zeit oder war das schon immer so, wurde aber noch nie darüber berichtet?

  • Zitat: Zitat von P0et  Passiert das jetzt wirklich häufig nur in letzter Zeit oder war das schon immer so, wurde aber noch nie darüber berichtet? Du machst deinem Untertitel ja alle Ehre. Allein die Überschrift müsste dir zu denken geben.

  • Zitat: Zitat von 127001  Du machst deinem Untertitel ja alle Ehre. Allein die Überschrift müsste dir zu denken geben. Vielen Dank für deine Antwort, aber passiert das jetzt wirklich häufig nur in letzter Zeit oder war das schon immer so, wurde aber noch nie darüber berichtet?

  • Das ist genau wie mit den Flugzeugabstürzen/Entführungen, und den Rentnern die zusammengeschlagen werden. Plötzlich häufen sich die Berichte. Gerade bei den Rentnern die von Jugendlichen verprügelt werden, riecht das arg nach Verarsche. Die letzen 30 Jahre interessiert es keinen Furz, plötzlich sind die Käseblätter voll davon. Ja, erzählt mir ruhig, dass das früher nie passiert ist.

    Mincing_Machine am 02.06.2008 12:01
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