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07. März 2008
EPIC Chips und Prozessoren mit KopierschutzEinen bedeutungsschwangeren Namen haben sich Forscher der Uni Michigan ausgedacht. EPIC, "Ending Piracy of Integrated Circuits" nennt sich die Technik, mit der Chipdesigns vor Nachbauten geschützt werden können. Die Idee: Jeder Chip erhält eine eindeutige Kennung und muss vor Inbetriebnahme freigeschaltet werden. Über "sichere verschlüsselte Kanäle" kommuniziert der Chip mit dem Eigentümer des Chipdesigns, das Abkupfern von Architekturen soll damit in Bälde der Vergangenheit angehören. "Google Epic 2014" bzw. "...2015" nannten sich zwei Filme, die eine durchaus realistische Zukunftsvision der Informationsgesellschaft beschreiben, eine Welt dominiert von Google und ein, zwei anderen großen Medienkonzernen. Damit wird die Namensgebung durchaus doppelbödig: denn die hardwareseitige Kontrolle von Rechnern durch "Eigentümer" ist seit Clipper-Chip, Trusted Computing und TPM ein Netzpolitikum. Der Grund für die Entwicklung: gestiegene "Piraterie" bei der Chipherstellung,. Immer mehr Hersteller verlagerten die Produktion in Billiglohnländer, wo die Blaupausen gelegentlich auch in falsche Hände gerieten und Nachbauten der Chipdesigns auf dem Markt erschienen. Das pikante Eingeständnis von Igor Markov, Professor an der Uni Michigan und Mitentwickler des Konzepts:
Und das geht natürlich gar nicht: qualitativ gleichwertige Produkte, nur eben weit billiger als die "Originale". Dafür soll nun vom mobilen MP3-Player bis zum Computer eine Art "Hardware-WGA" eingeführt werden? Immerhin - von Interessenten aus der Branche ist noch nichts zu lesen. Aber das ändert sich möglicherweise noch. Verwandte News
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