gulli: Entwicklung von BitTorrent 2 mit niedriger Priorität

Anzeige

gulli:Toolbox

Voting

Worüber wollt ihr mehr News?
Netzwelt
Untergrund
Filesharing
Datenschutz
Hacking
Demoszene
Mobiles (Handy)
Linux
Feature (Gulli Glosse)
10. Mai 2005

Entwicklung von BitTorrent 2 mit niedriger Priorität

Interviews mit dem BT-Erfinder Bram Cohen

Die Entwicklung des BitTorrent-Nachfolgers BitTorrent2 steht beim Entwickler des mächtigen Filesharing - Tools augenblicklich auf niedriger Priorität. Kommen werde das Tool jedoch definitiv, versicherte Bram Cohen im Interview mit P2P Revolutions (mp3/audio). Wie es der letzte Azureus-Client bereits beherrscht, soll Bit Torrent 2 auch ohne zentrale Torrentserver auskommen, auf denen die Tracker bislang gehosted werden müssen - und dies besser als Azureus oder der ebenfalls trackerfreie Torrent-Ableger eXeem.

Andere Projekte hätten die Weiterarbeit an der beliebten Tauschbörsen - Software gebremst, so Cohen weiter. Augenblicklich werde rund um die BitTorrent-Software ein Unternehmen aufgebaurt, welches die weitere Pflege des Clients auch in fernerer Zukunft sicherstellen soll. Auch wenn kommerzielle und proprietäre Ableger geplant sind, stellt Cohen sicher, die Kernapplikation werde definitiv Open Source bleiben - was wiederum garantiert, dass auch für BitTorrent2 Clients ohne Adware oder Spyware erscheinen werden.

Cohen verteidigte weiter seinen BitTorrent-Client: die Software sei leicht bedienbar und biete alles, was man zum Filesharen brauche. Dennoch kündigt er für die Zukunft ein Programm mit erweiterten Features an. In den Bereichen Performance und Stabilität sei der BitTorrent-Client nach wie vor ungeschlagen.

Bram Cohen, der mit seinem Programm die Filesharingwelt kräftig umkrempelte, wurde kürzlich auch zu einem völlig anderen Thema interviewt: Cohen leidet am Asperger-Syndrom, einer leichteren Form des Autismus, welche bei den Betroffenen Schwierigkeiten beim Pflegen sozialer Kontakte verursacht. Im Interview mit WrongPlanet äußerte sich nun Cohen auch zu diesem Thema, was anderen Betroffenen durchaus Mut machen dürfte: trotz der Schwierigkeiten, die Cohen mit der Krankheit hatte und noch hat, fand Cohen zu einem erfolgreichen beruflichen und familiären Leben. Und selbst das Klischee des technikverliebten, autistischen Nerds zerstört er gründlich: "Ich hasse es generell, mich mit Computern zu beschäftigen, und bin normalerweise ein Betriebssystem-Agnostiker. Zuletzt wurde ich von einem Windows-Rechner missbraucht, weswegen ich dieses Betriebssystem im Moment am meisten hasse."

Kommentare

© Copyright 2008 gulli.com  | home | sitemap | kontakt | impressum | Partner | downloads |