Die Betreiber der Lottoannahmestellen wurden beschuldigt, mit gewerblichen Spielevermittlern zusammengearbeitet zu haben. Dabei soll es um Millionenbeträge gegangen sein, die die Lotto-Annahmestellen unrechtmäßig erwirtschaftet hätten. Die Privatdetektive sollten daher nach belastendem Material suchen, wie einer von ihnen zugab. Die Spitzel hätten dabei nicht nur das Geschäft, sondern auch die Email-Konten überwacht. Solche Aktionen seien in der Vergangenheit bereits erfolgreich verlaufen, so der Detektiv.
Der bayerische Lottopräsident Erwin Horak räumte zwar ein, mit der Privatdetektei zusammengarbeitet zu haben. Er habe jedoch darauf bestanden, dass die Privatermittler sich dabei an geltendem Recht zu halten habe. Der Rechtsbruch der Detektei sei daher "völlig inakzeptabel". Die eingesetzten Mittel seien "in keiner Weise vom Auftrag der Lotterieverwaltung gedeckt". Es sei daher Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft eingereicht worden.
Der Deutsche Lottoverband (DLV) zeigt sich entsetzt darüber. Präsident Norman Faber sieht darin einen Angriff auf die private Glücksspiel-Konkurrenz. "Die Spitzelaffäre zeigt, mit welcher Härte die Verfechter des Lottomonopols wie Erwin Horak und Hans-Wilhelm Forstner jenseits von Recht und Gesetz kämpfen", so Faber. Auch die bayerische Landtagsfraktion der Grünen zeigte sich empört. Der Grüne Abgeordnete Martin Runge forderte "unverzüglich personelle und organisatorische Maßnahmen".
(via Fefe und Spiegel Online)
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gullinews am 15.06.2008 21:40:24: |
Kontrolltroll am 16.06.2008 10:36:52: |
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