Dem britischen Boulevardblatt The Sun verriet er, daß das Internet, über das er freilich jüngst selbst noch ein Konzert in alle Welt übertragen ließ, für viele üble Erscheinungen im zeitgenössischen Musikschaffen verantwortlich sei: "Das Internet hält die Menschen davon ab, nach draußen zu gehen, sich mit anderen zu treffen, miteinander kreativ zu werden".
Vereinsamt säßen die Bedauernswerten heute allein daheim mit ihrer Technik und machten dort ihre "Musik, die manchmal in Ordnung ist", aber auf längere Sicht kaum die Grundlage für eine Karriere als Künstler bilden könne. "Wir haben uns noch getroffen, über die Dinge geredet, die die Welt verändern, darüber, wie die Menschen unsere Musik wahrnehmen. Mit Leuten, die nur im Internet bloggen, geht das nicht."
Und das wiederum hat verheerende Folgen. "In den frühen 1970ern wurden jede Woche mindestens 10 absolut fantastische Alben veröffentlicht, heute ist es schwer, zehn solcher Alben in einem Jahr zu finden, obwohl mehr veröffentlicht werden als je zuvor." Das mag am Geschmack Elton Johns liegen, denn unbestritten ist andererseits, daß das Internet durchaus einigen jetzt anerkannten Künstlern als Sprungbrett diente. "Es gibt zuviel Technologie", klagt der Sänger lieber.
Die Abschaltung des Internets für fünf Jahre, meint er, würde die Menschen wieder sich miteinander treffen und musizieren lassen, die Qualität ihrer Werke würde steigen. "Die Musik wäre interessanter als sie es heute ist". Wahrscheinlich um einen weiteren Grund für einen längeren Abschuß des Internets zu liefern, will Elton John demnächst ganz konsequent sein gesamtes musikalisches Schaffen digital vermarkten (lassen), was das Medium zweifellos attraktiver machen wird - mit indes schlimmen Folgen.
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am 08.08.2007 18:07:08: |
Hadron am 21.09.2007 12:25:25: |
tachy am 21.09.2007 23:30:38: |