|
30. Juli 2007
ELENA Widerstand gegen bundesweite GehaltsdateiDem allgegenwärtigen Kampf gegen Schwarzarbeit und Steuerbetrug wird vermutlich bald auf zentraler technischer Ebene nachgegangen. Mit dem elektronischen Einkommensnachweis sollen zukünftig alle Arbeitgeber die kompletten Gehaltsdaten an ein Rechenzentrum übergeben. Schon ab 2011 sollen so die ersten Abfragen der „Bundesagentur für Arbeit“ für Klarheit bei finanziellen Ansprüchen sorgen – Einverständnis des Antragsstellers vorausgesetzt. Die Einkommensdaten von über 34 Millionen abhängig Beschäftigten sollen im Sinne des Bundeswirtschaftsministeriums schon ab 2009 bundesweit gespeichert werden. Monatlich müssten sämtliche Arbeitgeber die Daten unabhängig von Verdachtsmomenten gegen den Arbeitnehmer an das Rechenzentrum der Deutschen Rentenversicherung in Würzburg übermitteln. Der schleswig-holsteinische Datenschutzbeauftragte Thilo Eichert sieht den elektronischen Einkommensnachweis (ELENA) als wichtigen Schritt im Kampf gegen Steuerbetrug, Schwarzarbeit und Terrorismus. Doch im Gegensatz zu Eichert formieren sich immer mehr Stimmen gegen den neuen Eingriff in den Datenschutz und die Allgemeine Unschuldsvermutung.
Schon Ende September plant die Bundesregierung die endgültige Entscheidung im Vorhaben ELENA. Die Wirkung von Einkommensdaten bei der Bekämpfung von Terrorismus bleibt jedoch offen. Verwandte News
Trackbacks
|