Elektronikherstellern wird der Kopierschutz zu teuer
Ein Dollar pro Gerät Abgabe ist zuviel
Die Open Mobile Alliance planen eine Abgabe in Höhe von einem Dollar für jedes Gerät wie Handheld, Mobiltelefon etc., um entsprechende Standards und Technologie zu entwickeln, um unerwünschtes Kopieren von Medien auf den entsprechenden Geräten zu verhindern. Ein ungenannt bleiben wollender Vorstand eines großen Mobiltelefonherstellers stellte nach Angaben Reuters von fest, dass bei über 680 Millionen verkaufter Handys im letzten Jahr die entsprechenden Abgaben für die Sicherung der Medien den gesamten Online-Umsatz mit Musik übersteigen würden.
Man sollte bedenken, dass entsprechende Sicherungen seit DeCSS regelmäßig ausgehebelt wurden zum einen und weiterhin, dass eine Klientel bedient wird, welche offenbar eine ohnehin hohe Zahlungsbereitschaft an den Tag legt - entgegen der Behauptungen der Hersteller würde allein der Klingeltonmarkt schon 2003 auf ein Volumen von 2 bis 3 Miliarden Euro geschätzt. Es ist fraglich, ob man unter diesen Umständen eine weitere Usergängelung braucht, die außer Mehrkosten, die letztendlichwieder auf die Verbraucher abgewälzt wird, wenig bringen wird. Die Gerätehersteller scheinen hier durchauseinen Schritt in die richtige Richtung zu tun. Für ein Statement waren aber weder Vertreter vonSony-Ericsson, Nokia oder Philips zu gewinnen. Zumindest innerhalb des Sony-Konzerns könnte dies jedoch zu einem Interessenskonflikt führen - Musiktechnologiehersteller, die sowohl mit Sony Music als auch mit Microsoft zusammenarbeiten, haben vor einer Woche angekündigt, die Kopierschutzentwicklung der Open Mobile Alliance zu unterstützen.