gullinews am Samstag, 30.05.2009 12:58 Uhr
Die Copyright Alliance ist eine unabhängige Non-Profit Organisation, die seit Kurzem US-amerikanische Schüler zum Thema Urheberrecht unterrichtet, um diese hierfür zu sensibilisieren. Dabei müssen deren Unterrichtsinhalte jedoch durchweg kritisch betrachtet werden.
Die Electronic Frontier Foundation (EFF) hat von diesem Ereignis offenbar Kenntnis erlangt, weshalb man nun die Kampagne "Teach Copyright" (frei übersetzt: Unterrichte Urheberrecht) ins Leben gerufen hat. Diese soll für ein ausbalanciertes Bild zum Thema Urheberrecht schaffen und den Schülern einige wichtige Elemente vermitteln. Dazu gehört unter anderem die Ermutigung selbiger, neue Technologien vollständig zu nutzen, dabei jedoch auf eine faire Nutzung Rücksicht zu nehmen. Auch dass das Anfertigen von Kopien nicht grundsätzlich falsch ist, soll den Schülern klar gemacht werden. "Kinder und Teenager werden von einer Vielzahl von Quellen mit Informationen versorgt, dass die Nutzung von neuen Technologien ein hoch riskantes Verhalten darstellt. Das Herunterladen von Musik wird mit dem Diebstahl eines Fahrrads verglichen - obwohl viele Downloads rechtmäßig sind. Die Erzeugung von Stücken, die aus kurzen Videoclips oder von anderen Quellen bestehen wird ebenfalls als wahrscheinlich illegal dargestellt - obwohl viele solcher Videos ebenfalls rechtmäßig sind", beschreibt die Website des Programms die Kampagne. Ziel der EFF ist es dabei, den Lehrern die wahre Geschichte über die digitalen Rechte und Verantwortungen zu vermitteln, damit sie diese an ihre Schüler weitergeben können. Dies ist auch notwendig, wenn man sich die Feststellungen der Copyright Alliance genauer ansieht. Auch der Name der jüngsten Kampagne der Industrie verheißt nichts wirklich Gutes: "Think first, Copy later."
"Die technikaffinen Teenager von heute werden zu den Künstlern und Erfindern von morgen. Sie müssen wissen, was ihre digitalen Rechte und Verantwortung sind, um in ihrer Kultur etwas erschaffen, kritisieren und kommentieren zu können. Dieser Lehrplan füllt eine Bildungslücke und bringt kritische Fragen zur digitalen Bürgerschaft in die Klassenzimmer, ohne dabei die Kinder durch fehlerhafte Informationen davon abzubringen, sich in der modernen Welt auszudrücken", erklärt die Anwältin der EFF Corynne McSherry.
Durch die Realisierung zweier Standpunkte - EFF sowie Copyright Alliance - sollten die Schüler eigentlich schlussendlich in der Lage sein, sich selbst ein Bild von der Urheberrechtssituation machen zu können. Oder wird dies gar für mehr Verwirrung als für Aufklärung sorgen? (Firebird77)
(via zeropaid, thx!)
(Bild via untouchablerecords, thx!)
| 1 Reaktionen aus dem gulli:Board |
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TonyMacarony am 30.05.2009 17:22:55: |
SebastianStier am 31.05.2009 18:20:16: |
Ghandy am 01.06.2009 01:55:33: |