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02. März 2006

ed2k-it.com und DVDRs.net geben auf

Eselindex und Usenet-Indexer nach Klagen down

ed2k-it.com war eine der größten Esel-Linkseiten, seit kurzem ist die Seite jedoch nicht mehr zu erreichen, die Domain wird nicht mehr aufgelöst. Per Ping ist der Server noch ansprechbar, der Index indessen gehört jedoch nun der Internetgeschichte an. Nach einer Klage der MPAA gegen sieben Esel-, Torrent und Usenet-Seiten ist die Seite vom Netz gegangen. Die Betreiber von ed2k-it.com sind von der MPAA angezeigt worden, ihre Identität ist bislang unbekannt.

Gegen ed2k-it betreibt die MPAA eine Klage wegen Copyrightverstoß und Beihilfe. Die Anschuldigungen führten nun offenbar zur Konsequenz, dass das Weiterbetreiben der Site für die Admins zu risikoreich ist - die Page wurde ohne weitere Statements aus dem Netz genommen, dem Admin von Isohunt ließen die ed2k-it-Betreiber jedoch die Nachricht zukommen, man habe die Page "für eine Weile/für immer" aus dem Netz genommen: die Rückkehr einer der größten Esellinkseiten scheint damit mehr als unwahrscheinlich. ed2k-it.com hostete die Site bei einem US-Provider in Michigan.

Auch im Usenetbereich werden Konsequenzen aus dem gestiegenen Druck gezogen. Mitteilsamer als die Donkey-Indexer zeigt sich dabei DVDRs.net. Zur "Restrukturierung" werde die Site geschlossen, so die aktuelle Ankündigung, während dieser Umbauten werden sämtliche Usenet-Referenzen der Seite gelöscht, die Indextätigkeit für die Binary-Newsgroups werde eingestellt. Die Nutzerdatenbank werde bereinigt, inaktive Accounts gelöscht, zusätzlich kann jedes Mitglied seine Löschung beantragen. Bereits entrichtete Mitgliedsgebühren könne man nicht erstatten.

Das Betreiben von reinen Katalogseiten wird damit - zumindest in den Augen der nun das Handtuch werfenden Webmaster - ebenfalls ein zunehmend risikoreiches Geschäft. Jedenfalls in Abhängigkeit vom Hosting-Standort. Die MPAA dürfte sich beglückwünschen - man hat mit geringerem Aufwand und gezielten Schlägen gegen Webseiten deutlich mehr Publicity unter der Zielgruppe erreicht als die Kollegen von der RIAA, deren Filesharingklagen inzwischen ein regelmäßig wiederkehrendes, aber weitgehend uninteressantes Thema wurden, Auswirkungen auf die tauschende Community sind schlicht nicht zu sehen.

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