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01. September 2005

DVD-Jon hackt NSC-Schutz des Windows Media-Player

Streaming Media für alle Plattformen via VLC

Der für den DeCSS-Hack bekannte Norweger Jon Lech Johansen hat nach Apples iTunes-Shop und Google Video wieder einen Coup gelandet: Per Reverse Engineering hebelte er die Verschlüsselung von NSC-Files für den Windows Media Player aus und schrieb gleich einen Decoder dazu. Aus dem VLC-Lager kommmt Jubel: man ist zuversichtlich, demnächst VLC mit WMS-Multicast - Support zur Verfügung stellen zu können.

NSC sei seiner Ansicht nach ohnehin ein weitgehend sinnloser Schutz für die Mediendateien bzw. den Streaming Server. In NSC-Dateien werden (verschlüsselt) Informationen über den Videostream angegeben: beispielsweise der Streamname und die IP-Adresse des Servers. NSC-Files können vom Netz heruntergeladen oder per Mail oder Messenger verschickt werden, der Player extrahiert dann die Streamdaten und beginnt, jenen abzuspielen. Spätestens hier wird der Schutz sinnlos: per Netstat kann spätestens jetzt die ServerIP herausgefunden werden.

Entsprechend nimmt Johansen an, dass mit der Verschlüsselung der NSC-Files allein die Monopolstellung von Playern bzw. ihrem OS gesichert werden soll: damit ist jetzt natürlich Schluss, per NSC-File angesteuerte Streams dürften in Bälde auch mit der freien Variante VLC betrachtet werden - auch auf Linux- und Mac-Plattformen. Solange VLC und Videolan legal und erlaubt bleiben - denn der freie Player ist durch Patentstreitigkeiten gefährdet.

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