Duxbury Bibliothek: Hacker vertelefonieren 15.000 US-Dollar

gullinews am Samstag, 19.07.2008 18:40 Uhr

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Dass man bei den Tarifen für Auslandsgespräche zum Teil tief in die Tasche greifen muss, ist allseits bekannt. Auch einer Gruppe von US-amerikanischen Hackern war dies bewusst und sie haben sich kurzerhand nach einer günstigeren Alternative umgesehen. Ihre Wahl viel auf den Anschluss der öffentlichen Bibliothek von Duxbury. Alles in allem haben die Hacker Kosten in Höhe von 15.000 US-Dollar verursacht. Nun nimmt unter anderem das FBI die Ermittlungen auf.

Vorzugsweise tätigten die "virtuellen Einbrecher" Gespräche in weit entfernte Länder. Dazu zählen unter anderem die Philippinen, Jordanien und Indien. Offensichtlich konnten die Hacker eine Schwachstelle im computergestützten Telefonsystem der Bibliothek ausfindig machen und zu ihren Gunsten ausspielen. Ereignet hat sich der Vorfall bereits im März dieses Jahres.Da jedoch immer noch nicht vollständig klar ist, wer für die Summe von 15.000 US-Dollar aufkommen muss, schaltet sich nun das FBI ein und möchte Licht ins Dunkel bringen.

"Wir sind uns nicht vollständig darüber im Klaren, wie es dem Einbrecher gelungen ist, Zugriff auf unsere Telefonleitung zu erhalten. Nach all den Ermittlungen und dem betriebenen Aufwand gibt es immer noch eine Möglichkeit, dass wir für die Kosten nicht aufkommen müssen. Aktuell gehen wir der Sache, in Kooperation mit FBI, auf den Grund. Es liegt uns fern die Kosten selbst zu tragen", so das aktive Mitglied des Stadtrats Richard MacDonald. Neben der großen Summe von geführten Gesprächen sticht ein Fall besonders hervor. Ein 30-stündiges Gespräch nach Indien verursachte über 7.000 US-Dollar auf der Abrechnung.

Viele weitere, überdurchschnittlich lang dauernde Telefonate hat sich Lewis Chubb von der Polizeistation in Duxbury genauer angesehen. So konnte im März der Missbrauch des Anschlusses erkannt und erste Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Auch die Telefongesellschaft CranCom möchte ihren Teil zur Aufklärung des Falles beitragen. Ihren Angaben zufolge hat sich der Einbrecher über die Voicemail eines Angestellten Zugriff verschaffen können. Anschließend wurde die Telefonnummer der Bibliothek mit einer anderen Rufnummer verknüpft und schon konnten die Gespräche über die Leitung der Bibliothek vorgenommen werden. Nach diesen Vorfällen hat sich die Bibliotheksleitung zur Installation einer neuen und weitaus sichereren Telefonanlage entschlossen. (gS-)

(via blackhat-forums.com, thx!)

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4 Reaktionen aus dem gulli:Board

TomParis am 20.07.2008 00:50:11:
Da frag mal meine Exfreundin :D Nee im Ernst, schon sehr unwahrscheinlich. Vielleicht wollten sie auch nur einfach so eine hohe Rechnung provozieren. Wer weiß das schon?...

xxxstereoxxx am 20.07.2008 12:43:05:
Die zahlen 4$/Minute für ein Gespräch nach Indien? Krank :T...

am 20.07.2008 13:24:43:
Es geht eher um den "Kick" des hackens, anstatt eine Korrespondes mit Indien aufzubauen:rolleyes: :D. Was wollen die auch mit Indien besprechen? Den Reis-Preis? Obwohl, Indien liefert ja zurzeit keinen Reis mehr aus... Die wollten bestimmt wissen warum....

 

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