Willkürlichen Haussuchungen Tür und Tor geöffnet
Wenn es in einem westlichen Land dazu käme, würde wohl ein Aufschrei der Entrüstung folgen: man stelle sich vor, eine Lobbyorganisation hätte durchgesetzt, dass die Polizei beim Verdacht von "Filmpiraterie" eine generelle Vollmacht dazu hätte, ohne jeglichen zeitlichen Verzug Haussuchungen durchzuführen, dabei Türen aufzubrechen und Beschlagnahmungen durchzuführen.
allgemeine Durchsuchungs- und Beschlagnahmungsvollmacht für die gesamte Stadt erhalten zu haben. Die Vollmacht erlaubt der Polizei, jedes Gebäude beim Verdacht des Vorhandenseins von Piraterieprodukten zu durchsuchen, und erlaubt dafür auch, verschlossene Räumlichkeiten ohne jede Verzögerung zu öffnen. So die MPAA in einer Pressemitteilung. Dehli sei eine Hochburg der DVD-Kopiererei, entsprechend seien die Maßnahmen der Größe des Problems angemessen, so die Ansicht der MPA.
Aus gutem Grund seien solche Generalbevollmächtigungen in den USA verboten, kommentiert die EFF und erinnert daran, dass unter anderem wegen solcher Maßnahmen der amerikanische Unabhängigkeitskrieg gegen Großbritannien begann. Die Organisation solle sich schämen, in ihrem Kampf gegen die "Piraterie" Methoden zu verwenden, die grundlegende Bürgerrechte mit Füßen trete.
Es ist ja "nur" Indien, da kann man so etwas ja machen, mag man sich dazu denken. Es läßt jedoch tief blicken, zu welchen Methoden die Filmindustrie greift - wenn man sie denn läßt.