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08. März 2007

DRM-Protest per Brief Steve, lass uns Taten sehen

Vor einem Monat reihte sich Steve Jobs in die Reihen der DRM-Kritiker ein, was ihm Anerkennung, aber auch einige Kritik aus den Reihen der DRM-Befürworter einbrachte. Inzwischen werden auch seine neuen Verbündeten skeptisch: Worte seien ja was schönes, Jobs hätte aber durchaus die Möglichkeit, auch Taten folgen zu lassen. Welche? Vorschläge finden sich in einem offenen Brief von Defectivebydesign.

Unter Druck sei Apple ja bereits: FairPlay wurde in Norwegen für illegal befunden. Beste Gelegenheit für Jobs, seinen Worten auch mit Taten Nachdruck zu verleihen - und inzwischen auch überfällig, so Defectivebydesign im Offenen Brief. Das schale Gefühl stelle sich ein, dass Jobs nur ablenken wolle - die vier Majors seien an der unbefriedigenden Lage schuld und nicht etwa Apple, das FairPlay nicht an Dritte lizensiere, beispielsweise.

Als Marktführer könnte iTunes jedoch durchaus Signale setzen: Indies, die dem Vertrieb ihrer Musik als mp3 zustimmen, könnten auch bei Apple ohne FairPlay zu kaufen sein - sind sie indessen aber nicht. Apple als größter einzelne Anteilseigner an Disney hätte auch die Möglichkeit,l Disney-Videos DRM-frei via iTunes zu vertreiben - was jedoch ebenso wenig geschehen ist.

Zu guter Letzt schlägt Defectivebydesign vor, Jobs könne auch politischen Einfluss geltend machen und entsprechende Lobby- und Aktivistengruppen unterstützen und finanzieren. Eine Kampagne zur Neuregulierung des Digital Millennium Copyright Act DMCA, der beispielsweise das Umgehen von DRM verbietet, wäre eine angemessene Maßnahme.

Die Frage, warum Jobs solche Möglichkeiten nicht ergreift, muss er sich einen Monat nach seiner DRM-Kritik langsam gefallen lassen - und erst recht angesichts seines Statements "Wer Musik legal einkauft, muss das Recht dazu haben, sie auf allen Geräten abspielen zu können" von 2002.

Wer mitfragen möchte: der Offene Brief kann bei DefectiveByDesign unterzeichnet werden.

  • 1 Kommentar zum Artikel
  • Vor einem Monat reihte sich Steve Jobs in die Reihen der DRM-Kritiker ein, was ihm Anerkennung, aber auch einige Kritik aus den Reihen der DRM-Befürworter einbrachte. Inzwischen werden auch seine neuen Verbündeten skeptisch: Worte seien ja was schönes, Jobs hätte aber durchaus die Möglichkeit, auch Taten folgen zu lassen. Welche? Vorschläge finden sich in einem offenen Brief von Defectivebydesign. Unter Druck sei Apple ja bereits: FairPlay ...

    gullinews am 08.03.2007 12:13
  • Das kostenlose Marketing-geblubber von Jobs zeigt nun also seine Blüten, mal schauen, wie trickreich er es hinbekommen wird, die Früchte zu verhindern.

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