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05. Dezember 2007
DRM Lizenz zum Geld drucken, die x-teKopierschutz diene dem Kampf der Piraterie, so die gern verbreitete Propaganda. DRM dient dazu, mehr Geld mit demselben Produkt zu verdienen, so die Kritiker. Wie recht sie haben, zeigen Pläne von Apple und 20th Century Fox. Wenn ein Käufer der geplanten "Premium-DVDs" seinen Film in ein iPod-taugliches Format konvertiert, muss er verbotene Kopierschutzknacker einsetzen. Wenn er das vermeiden will, soll es bald einen einfachen Weg geben: einfach mehr zahlen. Kurzer Rückblick: auf Leermedien und Geräte zahlt der Käufer Abgaben an die Verwerterverbände. Dies dient zur "Entschädigung" der Rechteinhaber für das Erstellen von Privatkopien. Man zahlt für ein Medium, man zahlt für die Player, auf denen man das Medium abspielen will. Und wenn man das ganze noch legal will, soll man in Zukunft auch noch einen "Premium"-Aufschlag für die DVD zahlen, auf der Content zusätzlich im iPod-verträglichen Format enthalten ist. Also ist der Weg frei für ein paar schnell verdiente, zusätzliche Euros bzw. Dollars. Twentieth Century Fox will demnächst beginnen, Filme auch via iTunes zu verticken, nachdem man sich lang vor der Kooperation mit dem Online-Shop zierte. Der Grund: Apple stimmte einem höheren Preis für die Filme zu. Digital werden 15 Dollar als Preis veranschlagt, die DVD ist drei Dollar teurer. Nochmal 3 bis 4 Dollar Aufschlag gibt es, wenn der Kunde eine "Premium"-DVD möchte, auf der zusätzlich eine iPod-fähige Filmversion enthalten ist. Kauft man eine CD, so kann man heute - dem Sony-Rootkitfiasko sei Dank - in der Regel seine mp3-Rips anfertigen und auf den Player der Wahl übertragen. Lang hats gedauert, inzwischen ist zumindest DRM-technisch den Labels die Kundenfreundlichkeit unter großem Widerstand eingeprügelt worden. Es scheint, die Filmstudios müssen sämtliche Fehler der Musikindustrie wiederholen. Aber da sich große Ereignisse immer zweimal ereignen - frei nach Marx einmal als Tragödie und dann als Farce - ist mit nichts anderem zu rechnen. Und als einzige Frage bleibt offen, warum man sich nicht gleich am Prinzip des großen, verstorbenen Ex-MPAA-Chefs Jack Valenti orientiert: Wer eine Kopie will, soll sich gefälligst ein zweites Original kaufen. Insofern: Nicht so erschrocken, liebe Filmstudios - nicht mit 3 Dollar Privatkopie-Aufschlag kleckern, sondern gleich klotzen. Eine DVD mit zwei enthaltenen Filmkopien darf ruhig auch das Doppelte kosten. Verwandte News
Trackbacks
Zitat: Zitat von Dale Arden wozu neue Cds kaufen? der neue Schrott läuft doch eh den ganzen Tag das Radio rauf und runter. Meine letzte CD war die Filmmusik und Soundtrack zu Armageddon zusammen damals nur 56.95 DM was koste heute ein Album 19.90? € und 1998 gabs jetzt eh noch nicht soviel Tauschbörsen ... Oh man, ich kanns echt nicht mehr hören. Niemand zwingt einen sowas zu hören und es gibt ... Mr_Chainsaw am 07.12.2007 08:55
ich frage mich bis heute, wie es möglich ist, dass die musikindustrie mit jedem verkauften gerät in deutschland geld verdient... wenn man sich mal gedanken darüber macht... man zahlt also auch abgaben auf rohlinge, die mit der aktuellen firmenpräsentation bespielt werden etc etc. sowas kann doch nur durch lobbyismus, dumme/käufliche politiker und die ein oder andere geldzahlung zustande kommen! Moneysac am 07.12.2007 10:31
Zitat: Zitat von Moneysac Oh man, ich kanns echt nicht mehr hören. Niemand zwingt einen sowas zu hören und es gibt auch noch Musik abseits vom Mainstream wo täglich zig neue Alben veröffentlicht werden. Leider läuft das so selten im Radio deleted user am 07.12.2007 14:26
Zitat: Zitat von Korrupt ...Wenn ein Käufer der geplanten "Premium-DVDs" seinen Film in ein iPod-taugliches Format konvertiert, muss er verbotene Kopierschutzknacker einsetzen. Wenn er das vermeiden will, soll es bald einen einfachen Weg geben: einfach mehr zahlen. oh ein ganz neues system Ehemaliger am 07.12.2007 15:37
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