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14. Februar 2005
Digitales Wasserzeichen soll Filmtausch unterbindenPhilips arbeitet an neuer Technologie zum Personalisieren von Filmdateien Regelmäßig wird angekündigt, bald eine Technik zur Verfügung zu haben, welche digitale Kopien eines Musikstücks oder eines Films mit einer eindeutigen Kennung auszustatten, welche den Käufer identifiziert und es in der Folge möglich machen würde, ihn zu belangen, wenn er die Datei unberechtigt beispielsweise in Tauschbörsen verbreitet. Mehrere Schwierigkeiten stehen dem entgegen, welche Philips aber nun als prinzipiell lösbar ankündigt. Allein, ob dies tatsächlich der Fall ist, darf getrost bezweifelt werden. Die Wasserzeichen müssen auf eine Art und Weise in dir Dateien eingebracht werden, dass sie auch beispielsweise bei der Umwandlung des Films in ein anderes Format oder anderen Transformationen der Daten weiter eindeutig und zuordenbar sind. Darüber hinaus müssen sie auch in Bruchstücken des Filmes noch eindeutig und vollständig zu finden sein - eien Film zieht man ja nicht nur von einem User einer Tauschbörse, sondern von bisweilen hunderten von Tauschbörsennutzern in Bruchstücken, die auf dem heimischen Rechner wieder zusammengesetzt werden. Potentiell kann jedes Stück Datei, welches von unterschiedlichen Nutzern stammt, ein unterschiedliches Wasserzeichen haben. Scannen der Datenströme durch die ISPs Die Strategie, Filme zu markieren, ergibt nur Sinn, wenn auch irgendwo überwacht wird, ob der Film verbreitet wird. Einzig realistischerweise zugängliche Quelle, die verwertbare Daten liefern könnte, sind die ISPs. Bereits die Einführung der TKÜV in Deutschland - der Zwangseinrichtung von Abhörschnittstellen für alle großen Email-Provider in Deutschland - stellte die ISPs vor erheblichen technischen und finanziellen Aufwand. Wie die Datenströme in Echtzeit mit einer gigantischen Datenbank abgeglichen werden sollen, in der sämtliche Wasserzeichen vermerkt werden müssen, scheint ein trotz der Entwicklung der Rechenleistung unmögliches Unterfangen. Vereitelungsstrategien In Hashes kann die Markierung nicht mit übertragen werden. Es dürfte ein Leichtes sein, beispielsweise einen Tauschbörsenclient mit einer einfachen Verschlüsselungsroutine auszustatten, welche den eigentlichen Datentransfer für die ISPs nicht mehr scanbar macht. Philips ist optimistisch - man gehe davon aus, Ende des Jahres die neue Technik vorstellen zu können. Ob ohne Kooperation der Hersteller von Tauschbörsensoftware eine Umsetzung möglich ist, ist aus oben genannten Gründen mehr als fraglich. Denkbar wäre möglicherweise, dass die Tauschbörsensoftwarehersteller gezwungen werden könnten, die Wasserzeichenerkennung bereits clientseitig einzubinden. In dem Fall dürfte man angesichts des üblichen Open-Source - Status der Clientsoftware der gängigsten Börsen vermutlich getrost (und nicht allzu lange) auf entsprechende Liteversionen warten. Verwandte News
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