Die Polizei London warnt: Terroristen sind überall!

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gullinews am Mittwoch, 05.03.2008 13:23 Uhr

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"Scheint etwas verdächtig - dann melden sie es!" Das Terrorangstniveau in Großbritannien hat offenbar noch nicht das gewünschte Maß erreicht. Mit einer groß angelegten Kampagne in Zeitungen, im Radio und im Internet versucht die Londoner Metropolitan Police, der Panik ein wenig nachzuhelfen. Die Botschaft: Terroristen sind überall, Handys und Kameras in der Öffentlichkeit sind verdächtig, und alle müssen wachsam sein. Wer "Verdächtiges" beobachtet, soll die Hotline anrufen und Meldung erstatten.

<adr>"Verdächtig" ist beispielsweise, wenn jemand mehrere Handys besitzt: bekanntermaßen nutzen Terroristen ja oft mehrere SIM-Karten und der Bequemlichkeit halber daher auch häufig mehrere Telefone. Verdächtig ist auch, wer beispielsweise öffentliche Überwachungskameras fotografiert: es könnte sich um Terroristen handeln, die einen Anschlagsort auskundschaften und die örtliche Überwachung dafür dokumentieren.

Wer in Zukunft Bilder für diverse Flickr-Gruppen aufnimmt, die Überwachung im öffentlichen Raum dokumentieren, soll damit wohl auch unter Terrorverdacht fallen - der Text der Polizei-Plakate läßt da wenig Interpretationsspielraum:

"Terroristen verwenden Überwachungstechnik, um Angriffe zu planen. Sie Machen Bilder und Notizen zu Sicherheitsmaßnahmen wie den Standorten von CCTV-Kameras. Wenn Sie jemanden sehen, der das tut, müssen wir das wissen. Lassen Sie erfahrene Polizeibeamte entscheiden, was zu tun ist."

Diese und weitere schöne Motive finden sich auf der Seite der Stadtpolizei in London. Als Plakat, gerne auch als Postkarte oder Aufkleber. Alle müssen wachsam sein, verdächtig sind ja auch alle, die Bilder der Auswüchse vom britischen Überwachungswahn aufnehmen oder das Zweithandy in der Tasche haben.

Böse Zungen könnten natürlich auch behaupten, das lenke nur davon ab, die Personengruppen wachsam zu beobachten, die aktuell Bürger- und Grundrechte nach Kräften demontieren. Als wachsamer, gesetzestreuer Bürger sagt man so etwas aber selbstverständlich nicht. Man denkt nicht mal dran. In Zukunft mit Unterstützung durch diverse Plakate, Radiospots und hoffentlich massenhaft verbreiteter Karten und Sticker. Aber wer weiß, vielleicht springen ja ein paar Terror-Sympathisanten auf den Zug und verbreiten Mashups mit entstellten Botschaften. Aber sowas wird bestimmt der Terror-Hotline gemeldet. Streng vertraulich.

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34 Reaktionen aus dem gulli:Board

am 06.03.2008 11:17:37:
All diese Kosten die in sowas wieder investiert werden. Big Brother wird immer grösser. Sowas macht mir angst. Ich frage mich, wieso Grossbritannien (oder Deutschland oder Spanien usw.) nicht einfach sagt: "Talibanesen hört mal her. Wir haben genug von dem Kindergarten. Wir distanzieren uns vom ...

Hirnblaehung am 06.03.2008 13:06:39:
Es gibt noch Länder die normal denken... Dann bekommt man sowas zu lesen:D http://www.n-tv.de/929402.html?050320081337 Da kann man nur hoffen, dass die mal mit ner Panne in Vermont "feststecken":T Schon interessant was passiert, wenn man das Volk entscheiden lässt...

MisterGreen am 06.03.2008 23:55:15:
Die "ungewöhnlich liberale Politik" sieht dann so aus.:D In Brattleboro ist es im Gegensatz zu vielen amerikanischen Gemeinden ausdrücklich erlaubt, sich öffentlich nackt zu zeigen. Es existierte Anfag der neunziger Jahre sogar ein Breast fest, bei dem Frauen oben ohne durch die Stadt li...

 

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