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24. Januar 2006
Die MPAA geht unter die Raubkopierer"Filmpiraten sind Diebe, schlicht und einfach" ...so die Motion Picture Association of America, kurz MPAA auf ihrer Webseite, und weiter: "Piraterie ist das unerlaubte Wegnehmen, Kopieren oder Nutzen copyrightgeschützten Materials ohne Erlaubnis". Entsprechend sollte nun die MPAA warm willkommen geheißen werden im Kreise der Diebe und Piraten, denn auch bei den selbsternannten Pirateriewächtern wird bei Bedarf fleißig kopiert, wenn es denn notwendig scheint - egal, ob der Urheber dies erlaubt oder nicht. Man habe die Kopien nur deswegen angefertigt, weil der Film Folgen für die Beschäftigten der MPAA haben könnte, so eine weitere Stellungnahme der Filmpiraterieverfolger. In der Tat beleuchtet Dicks Dokumentation die Doppelmoral der MPAA bei der Vergabe von Altersfreigaben: Independent-Filme werden nach Dick strenger bewertet als die Blockbuster der großen Studios, Sexszenen führen zu unterschiedlichen Bewertungen je nach sexueller Orientierung der Beteiligten, und generell habe das MPAA-Panel gegen Gewalt in der Regel wenig auszusetzen, während Erotik ihrer Ansicht nach allenfalls in den Papierkorb der Schneidwerkstatt gehöre. Man benötige eine Kopie des Filmes als Beweismaterial, falls der ganze Zwischenfall ein Nachspiel hätte, die Gerichte seien der Ansicht, eine Kopie zu diesem Zwecke sei rechtens, die "Vertraulichkeit" des Films sei erste Priorität der MPAA und so weiter: die Ausreden sind rührend. Aber man sollte sie gelten lassen. Schließlich hat die MPAA ja recht: einen Film zu kopieren stellt keinen Verlust dar, es wird niemandem etwas weggenommen, und es ist ja auch wirklich mehr als umständlich, eine einzelne Kopie nacheinander zehn Leuten zum Betrachten zu geben, wenn ein Brenner innerhalb kurzer Zeit neun Kopien anfertigen kann und das Ergebnis dasselbe ist: zehn Leute, die sich einen Film ansehen. Nur den albernen Text auf ihrer Webseite sollte die MPAA mittelfristig korrigieren lassen. Verwandte News
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