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08. Februar 2005

Die Medienkonzerne und die Verlustkampagnen paradoxe Berichterstattung

Time Warner steigert jedenfalls den Gewinn deutlich

Ob man gerade eine Kampagne gegen die bösen Tauschbörsennutzer fährt oder stattdessen die Aktionäre informieren will: die Medienkonzerne tun sich gerade schwer damit, zwei völlig entgegengesetzte Images zu pflegen. Es mag Mitleid, Solidarität, Besorgnis wecken, wenn behauptet wird, Filesharing und "Raubkopierer" seien an großen Umsatz- und Gewinneinbußen schuld, die letzten Endes zum Schrumpfen und zur qualitativen Verschlechterung des Angebots von Musik und Filmen führen.

Wenn auf der anderen Seite die Aktionäre mit blendenden Geschäftsergebnissen bedient werden, so kommen doch Zweifel auf. Im jüngsten Quartalsbericht des weltgrößten medienkonzerns Time Warner wird jedenfalls allenfalls bedauert, dass der Gewinn nicht im zweistelligen Prozentbereich gesteigert werden konnte. Im vierten Quartal machte der Konzern 1,13 Milliarden Dollar Profit.

Alle Sparten trugen zu dieser Steigerung bei, außer dem Filmbereich. Hier sollte man wieder hellhörig werden - man sollte doch meinen, zumindest dies müsse beispielsweise auf böse Camripper geschoben werden, die man erst jetzt nach Belieben einknasten kann. Aber nein: als Begründung wurden die teuren Flops "Catwoman" und "Alexander" genannt und der ungünstige Vergleich mit einem außergewöhnlich guten Vorjahresquartal - Ende 2003 füllte der dritte Teil des Herrn der Ringe gerade die Konzernkasse. Nächstes Jahr könne mit dem nächsten Harry Potter sowie einem neuem Batman - Film wieder mit steigenden Ergebnissen gerechnet werden. Trotz Edonkey und BitTorrent. Erstaunlich.

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