|
04. Januar 2008
Die EU bittet um Hilfe Wie soll Europa Piraterie bekämpfen und DRM durchsetzen?Der französische Vorstoß findet EU-Resonanz: in einem Paper wird angekündigt, dass EU-weit stärker "gegen Online-Piraterie" vorgegangen und einheitliche DRM-Schutzmaßnahmen gestärkt werden sollen. "Wollen wir eine starke Musik-, Film- und Spiele-Industrie?" fragt EU-Kommissarin Viviane Reding und kündigt Kooperationen mit Zugangs-/Diensteanbietern sowie Rechteinhabern und Verbrauchern an. Schön dabei: das niedere Volk soll auch ein wenig angehört werden. Auch wenn einmal mehr klar scheint, dass die Entscheidungen schon lange gefallen sind. Bis Mitte des Jahres will Reding
An erster Stelle der Maßnahmen steht dabei - wenig überraschend - man müsse der "Industrie Rechtssicherheit verschaffen". Und neben der Totgeburt "Kompatible, transparente DRM-Verfahren" sind natürlich auch neue Wege in der "Piraterieverfolgung" geplant, die französischen Pläne, nach denen ISPs nach mehrfachen Verstößen der Kunden den Netzzugang sperren oder gleich Filter providerseitig unlizensierte Inhalte blockieren sollen, werden ernsthaft als mögliche Strategie diskutiert:
Das klingt nun alles recht hübsch, sogar das "Web 2.0" wird dabei erwähnt sowie die Tatsache, es gäbe inzwischen ja auch
Immerhin: bereits bis in die EU-Kommission ist bereits die Information vorgedrungen, dass das Netz nicht nur aus Dienstleistern und Unternehmen besteht, die digitale Güter verticken wollen. Insofern sollten sich auch die Nutzer angesprochen fühlen dürfen, wenn
Unter diesen finden sich einige Kleinode:
übergeht beispielsweise gekonnt die Frage, ob es so etwas wie ein wirksames DRM überhaupt gibt. Auch schöne Fragen wie
finden sich am Ende des Fragenkatalogs, und vielleicht sollte man dem "Referat Audiovisuelle Politik und Medienpolitik der Generaldirektion Informationsgesellschaft und Medien ... avpolicy (at) ec.europa.eu" bei Gelegenheit mitteilen, dass auch die Frage, ob ein "verbesserter Schutz von Urheberrechten im Online-Bereich" überhaupt erstrebenswert sei, interessante Antworten verheißt. Überhaupt täte es der Kommission mit Sicherheit gut, einige Stimmen der Verbraucher zu hören. Selten genug kann man der EU-Kommission ja ohne Antrag, Vordruck, Ausschreibung und ähnlichem mehr eine Stellungnahme zu anstehenden Entscheidungen zumailen. Verwandte News
Trackbacks
|