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17. November 2005
Details zu geplanten Killerspiel - VerbotenGotcha, Paintball oder Laserdrome sind betroffen Mit der CSU-Abgeordneten Maria Eichhorn hat die TP gesprochen und ihr einige interessante Details zum Plan entlocken können, "Killerspiele" in Deutschland zu verbieten. Im Koalitionsvertrag wurde der Passus unter dem Punkt 6.3, "Aufwachsen ohne Gewalt" denkbar schwammig als "Verbot von 'Killerspielen'" festgeschrieben. Nach wie vor stellt das geplante Verbot eine Absurdität ersten Ranges dar. Es geht, wohlgemerkt, nicht darum, entsprechende Spiele für Jugendliche nicht zugänglich zu machen, sondern um ein vollständiges Verbot. Weshalb es auch nicht über den Jugendschutz, sondern über das Ordnungswidrigkeitsrecht zum Verbot kommen soll. Eichhorn verwies hierzu auf "...mehrere gerichtliche Entscheidungen ..., nach denen bei Vorliegen einer Ordnungswidrigkeit gegen die Spiele vorgegangen werden kann. Diese Rechtsauffassung ist jedoch nicht unumstritten. Deswegen wird aus Justizkreisen auf eine Ergänzung des Ordnungswidrigkeitsrechts um einen Artikel 118a über "menschenverachtende Spiele" gedrängt, um für Rechtssicherheit zu sorgen. Wir wollen eine solche gerichtliche Nachbesserung erreichen, weil wir diese Spiele für jugendgefährdend halten." Der Widerspruch wird offensichtlich: die Spiele seien "jugendgefährdend", verboten werden sie jedoch für alle Altersklassen. Wie bereits beim Beispiel Internet wird der Jugendschutz vorgeschoben, um die komplette Bevölkerung jeglichen Alters dem Willen einiger CSU-Hardliner gemäß zu gängeln. Denn schließlich habe es "...Bestätigungen gegeben, denen zufolge entsprechende Filme oder Spiele durchaus einen negativen Einfluss ausüben. Ursprünglich herrschte die Meinung vor, dass es ja nicht so schlimm sei, wenn diese Filme oder Spiele von den Eltern entsprechend begleitet würden. Weil sich das nicht bestätigt hat, besteht hier ein klarer Handlungsbedarf. ... Wir erheben die Forderung nach einem Verbot von Killerspielen schon lange und werden dabei immer wieder von verschiedenen Seiten bestätigt". Wer sich ein wenig mit Medienwirkungsforschung beschäftigt, wird feststellen, dass Eichhorn dabei nicht einmal zu lügen braucht. "Verschiedene Seiten" behaupten in der Tat immer wieder, es gäbe entsprechende negative Einflüsse. Solang man verschweigt, dass es gewichtige Stimmen in der seit Jahren völlig festgefahrenen Debatte gibt, die das Gegenteil behaupten und dieses ebenfalls belegen können, wirkt eine solche Aussage natürlich durchaus kompetent und belastbar, sie ist jedoch das genaue Gegenteil davon. Das Positive: ein Verbot wird weitestgehend folgenlos bleiben. Das einzige Problem: die entsprechenden Spiele wird man nicht mehr im Laden kaufen können, sondern muss sie kostenlos aus dem Netz laden. Verwandte News
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