Viele Nutzer schätzen die Vorzüge digitaler Musik, die ohne großartigen Aufwand einfach heruntergeladen und auf mobile Endgeräte kopiert werden kann. Aus einer aktuellen Studie geht hervor, dass die Verkaufszahlen von CDs rapide nach unten gehen werden. Derzeit kann weder genau analysiert werden woran das Absatzminus im Detail liegt, noch wagt man eine Prognose, wie es mit dem überholten Medium weitergehen soll. In den kommenden drei Jahren muss die Musikindustrie mit Verlusten von bis zu fünf Milliarden US-Dollar durch die CD rechnen. Das sichere Ende dieses Marktes scheint bereits besiegelt.
Eine erschreckende Tatsache für die Industrie, die natürlich verzweifelt nach möglichen Alternativen sucht. Der digitale Online-Markt könnte für Abhilfe schaffen. Dieser boomt derzeit und droht in den nächsten Jahren regelrecht zu explodieren. Besonders viele Plattenfirmen versuchen momentan und aus gutem Grund Verträge mit den Handyherstellern abzuschließen, um ihre eigene finanzielle Zukunft dadurch zu sichern. Bestes und aktuellstes Beispiel ist der kürzlich geschlossene Pakt zwischen der Warner Musik Group und Nokia. Mit vergleichbaren Vorhaben, wie Nokias "all you can eat" Angebot ist künftig häufiger zu rechnen.
So viel Musik wie möglich, zu einem günstigen Preis und zudem überall verfügbar - das sind wohl die neuen, ungewohnten Grundsätze der Musikindustrie. Schenkt man der Studie Glauben, so tut sich für die Mobiles schon 2009 ein Markt von rund fünf Milliarden US-Dollar auf. Bis zum Jahr 2011 sollen dann sogar mehr als sieben Milliarden möglich sein. Sollte es tatsächlich wie errechnet kommen, könnte auch die restliche Musik, die online vertrieben wird, eine ähnlich rosige Zukunft erleben. Der Prognose entsprechend soll es in drei Jahren zu einem Marktanteil von bis zu 56 Prozent des gesamten Musikmarktes kommen. Welche Rolle dann noch die CDs oder gar Schallplatten spielen - das sei an dieser Stelle dahingestellt. Wichtig ist in dem Zusammenhang der absolute Verzicht auf jegliche DRM-Verschlüsselung, auch der Preis der Medien, die man online verkaufen will, wird eine erhebliche Rolle spielen. Mit freien und bezahlbaren Angeboten finden die Kunden sicherlich den Weg zurück zur Musikindustrie.
(via theinquirer, thx!)
| 48 Reaktionen aus dem gulli:Board |
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Sonnentier am 16.07.2008 02:53:07: |
deejay_jan_85 am 26.07.2008 02:28:17: |
WayneInc am 22.08.2008 10:36:20: |