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15. Februar 2007
Demoszene durch Zeit und Raum Breakpoint 2007Die fünfte Ausgabe des weltweit größten reinen Demoszene-Events Breakpoint steht vor der Tür. Über tausend kreative Teilnehmer aus mehr als dreißig verschiedenen Nationen werden erneut über die Ostertage in Bingen am Rhein erwartet.
Für Lernbegierige werden erneut diverse Seminare angeboten. Nähere Angaben hierzu werden baldmöglichst auf der offiziellen Homepage der Party bekannt gegeben. Wer keine Spiele zocken, sondern einfach einen Einblick in die Demoszene bekommen möchte, sollte sich schleunigst um die Reservierung eines Hotelzimmers kümmern. Erfahrungsgemäß sind diese in der unmittelbaren Umgebung sehr schnell ausgebucht. Anderenfalls müssten Spätbucher unter Zuhilfenahme einer Luftmatratze mit einem Schlafplatz unter einem der Tische auf dem Partyplace oder auf der Zuschauertribüne der Sporthalle Vorlieb nehmen. Was hat sich sonst getan? Der „Tracked Music“ Wettbewerb wurde für dieses Jahr abgesagt, die Qualität der abgegebenen Beiträge in diesem Bereich wären laut der Organisatoren stark rückläufig gewesen. Wer sein Musikstück trotzdem abgeben möchte, kann dies problemlos in ein anderes Format wie z.B. MP3 oder OGG konvertieren und es auf dem "Streaming Music" Wettbewerb antreten lassen. Zwar gibt es in Europa Parties mit deutlich mehr Teilnehmern als die Breakpoint, diese unterstützen aus finanziellen Erwägungen heraus aber auch reine Gamer bei ihrem Vorhaben. Der Musiker Simon "Scamp" Kissel und gleichzeitig Hauptorganisator der Veranstaltung hat sich von Anfang an gegen artfremde Besucher ausgesprochen. Diese dürfen sich bei Interesse das Szenario gerne anschauen und sich vom Szenevirus anstecken lassen, Egoshooter-Wettbewerbe und ähnliches werden aber definitiv nicht stattfinden.
Kommerz killt Kreativität?Kürzlich fand zum Thema Kommerz versus Szene auch eine sehr interessante Diskussion auf Bitfellas.org statt. Die ungarische Gruppe Conspiracy gab ihr 64k-Intro "Chaos Theory", dass bei der Assembly 2006 teilgenommen hat, beim Animationsfestival aniBOOM ab. Sie erhofften sich einen der ersten Plätze der experimentellen Kategorie belegen zu können. Die Besucher des Szeneportals Bitfellas wurden im Spaß aufgefordert, für dieses Intro abzustimmen, um den mit fünftausend Dollar notierten Preis abräumen zu können. Manche Besucher reagierten allerdings extrem allergisch auf diese Aufforderung. "The smell of Money" war noch eines der harmloseren Kommentare vom norwegischen Grafiker Archmage von Andromeda. Andere Diskussionsteilnehmer gingen sogar in ihren Aussagen so weit, den Ungarn von Conspiracy eine finanzielle Prostitution zu unterstellen. Manche hatten andererseits auch Verständis für die Aufforderung und sehen keinen Gegensatz im Zusammenhang zwischen Geld und Demoszene. Keops von Equinox wünschte sich, in der Szene würde es nur um Spaß und nicht ums Geld gehen. Killt Kommerz die Kreativität? Spätestens seit dem kommerziellen Windows-Demo von Mitgliedern der Gruppe Farbrausch für Afri-Cola im Jahr 2002 oder der Intel Demo Trailer Compo im Vorjahr ist offensichtlich, dass man beide Bereiche effizient miteinander verbinden kann. Kann wenn, man will. Viele Demoszener wehren sich andererseits gegen eine solche Verquickung. Verwandte News
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