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13. Juli 2007

Demonoid.com Admin enttarnt Leaseweb unterzeichnet Unterlassungserklärung

Die holländische Antipiraten-Organisation BREIN ist am Ziel ihrer Träume angelangt. Hosting Provider Leaseweb ging in die Knie und unterschrieb eine Unterlassungserklärung bezüglich der BitTorrent-Trackerseite Demonoid.com. Für den Fall, dass sie diese wieder eröffnen würden, müssten sie täglich 50.000 Euro Strafe zahlen. Ausserdem kam man gezwungenermassen den Forderungen von BREIN nach und teilte der Organisation die Kontaktdaten des Administrators von Demonoid mit.

Die gestrige Anhörung vor dem Bezirksgericht in Amsterdam wurde nach Bekanntgabe des Namens, der Adresse und Bankverbindung des inzwischen wahrscheinlich ebenfalls nach Kanada abgewanderten Admins von Demonoid abgesagt. Die Argumentation, die illegalen Daten wären nicht auf den Servern dieser Seiten vorhanden, konnte weder die Piratenjäger noch die zuständigen Richter überzeugen. BREIN hielt dagegen, man hätte grundsätzlich keine Probleme mit der Bittorrent-Technologie. Aber wenn illegaler Content so systematisch mit Hilfe einer solchen Website verfügbar gemacht werden würde, stelle sich die Sachlage eben anders dar.

"Wenn sich eine Website mit illegalen Files beschäftigt, ist dies ebenfalls illegal." Nach dem Abtauchen der Seite vom Netz hatte man kurze Zeit später Anker bei einem anderen Provider in Kanada geworfen. Der Ortswechsel ist nicht der erste seiner Art. Anfangs war Demonoid.com, einer der weltweit grössten Trackerseiten, in den USA beheimatet, bis man nach Holland emigrierte. Und es ist abzuwarten, ob Kanada wirklich die letzte Station ist und dauerhaft bleiben kann. Mit dieser Aktion ist BREIN ihrem Ziel ein Stück näher gekommen, das Land der Tulpen und dem gutem Käse von allen grossen wie kleinen Anbietern illegaler Inhalte zu säubern. Wenn die Gerichte weiter in ihrem Sinne entscheiden sollten, werden sie nicht aufhören bis auch die letzte böse Website vom holländischen Web verschwunden ist. Auch will man den kanadischen Rechteinhabern Hinweise bezüglich der brandneuen Trackerseite innherhalb ihrer eigenen Landesgrenzen zukommen lassen. Böse Zungen fragen sich indes, in welchem Zusammenhang dies wiederum mit Käse stehen könnte?

  • 11 Kommentare zum Artikel
  • Was für inkompetente Richter. Dann stellt sich die rechtliche Frage nach Hyperlinks auch erneut Aber wie ich schon einmal sagte. Kanada wird sicher nicht die sichere letzte Bastion sein.

    Wandang am 13.07.2007 10:32
  • Schuld an dem schlamassel ist meiner meinung nach klar leaseweb. Das brain versucht solche sachen durchzubekommen ist ja wohl klar, aber wer sowas nach einer ERSTEN ANHÖRUNG unterschreibt, ist selbst schuld... und macht den weg für andere damit nicht gerade leichter. Als selbsternannter "größter serverhoster der niederlande" sollte leaseweb doch das geld haben für ein paar anständige anwälte. Die tage für freies internet in den ...

  • Zitat: Zitat von Wandang Dann stellt sich die rechtliche Frage nach Hyperlinks auch erneut Aber, Rechtssprechung ist immer noch eine nationale Angelegenheit.

  • Zitat: Zitat von Frodoger Admins mit legalem Inhalt werden keine Probleme damit haben. Genauso haben "legale" Leute auch nichts vor RolloCops Onlinedurchsuchungen zu verbergen, nicht wahr? Nur weil ich nichts zu verbergen habe, muss ich dennoch nicht alles zeigen.

    fuzzykiller am 14.07.2007 01:15
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