Konkret geht es um sogenannte Deep Packet Inspection (DPI). Diese kann verwendet werden, um die Inhalte von VoIP-Gesprächen, Instant Messaging und Email zu überwachen, solange diese unverschlüsselt sind. Im Iran wurde dies in letzter Zeit vielfach praktiziert - mit Hilfe von technischen Mitteln von Nokia-Siemens, die auch von ISPs in den USA verwendet werden. Daher fordert die Open Internet Coalition, dass Kongress und Senat die Nutzung dieser Technologie in den USA untersuchen.
Bereits im letzten Jahr gab es eine Kontroverse, als der Internet-Provider Charter Communications, einer der größten Provider des Landes, Pläne an die Öffentlichkeit brachte, DPI zum Schalten gezielter Werbung bei seinen Breitband-Kunden einsetzen zu wollen. Aufgrund der schlechten Publicity wurden die Pläne nicht in die Tat umgesetzt. Entsprechende technische Möglichkeiten sind aber bei den Providern noch immer vorhanden. Die Provider betonen, dass sie die Technologie zur Bekämpfung von Spam und Malware brauchen.
Kritiker allerdings befürchten einen Missbrauch der DPI nicht nur durch die Provider, sondern auch durch die Regierung, die, so befürchten die Bürgerrechtler, eine Speicherung der anfallenden Daten und Weitergabe an Regierungsbehörden fordern könnten. Die Open Internet Coalition fürchtet eine quasi totale Überwachung der Internet-Nutzer und verfasste daher einen Brief an den Gesetzgeber, in dem sie die eingehende Untersuchung der Technologie-Nutzung fordert. (Annika Kremer)
(via Threat Level, thx!)
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Lawrence am 30.06.2009 22:07:55: |
Osborn2 am 30.06.2009 22:08:21: |
Annika_Kremer am 01.07.2009 00:00:05: |