gulli: DDoS-Angriff: Webseite des georgischen Präsidenten unter Beschuss

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21. Juli 2008

DDoS-Angriff Webseite des georgischen Präsidenten unter Beschuss

Am vergangenen Wochenende musste die Internetpräsenz des georgischen Präsidenten mehrere Distributed-Denial-of-Service (DDoS) Attacken einstecken. Die ohnehin schon mit Spannung unterlegte Lage zwischen Russland und der ehemals sowjetischen Republik von Georgien scheint dadurch erneut Sand ins Getriebe gestreut zu werden. Erste Verschwörungstheoretiker vermuten hinter dem Angriff einen politischen Schlag Russlands.

Mikhail Saakashvili hat sicherlich große Augen gemacht, als am letzten Wochenende seine Internetseite nicht mehr aufrufbar war. Zwecks Ursachenforschung und um das Problem möglichst schnell beheben zu können, beauftrage das Staatsoberhaupt einige IT-Experten.

Relativ zügig konnten diese feststellen, dass über das gesamte Wochenende hinweg eine enorm hohe Anzahl von Anfragen an den Webserver gestellt wurde. Die getürkten Anfragen setzten dem Rechner, auf dem die Webseite gehostet ist, einer derartigen Last aus, dass er zunächst die Anfragen nur sehr langsam und letztlich gar nicht mehr beantworten konnte.

Auch die Herkunft der Angriffe konnten die Experten ausfindig machen. Auch in diesem Fall soll der Ursprung wieder ein Botnetz sein. Aktuell wird gegen die Köpfe hinter dem Angriff mit Hochdruck ermittelt. Für den Sicherheitsexperten Jose Nazario wäre auch eine treibende politische Kraft hinter dem Angriff denkbar. Nach einer genauen Inspektion der erhaltenen Pakete entdeckte Nazario die Zeile Saakashvili Georgien"win+love+in+Rusia", welche ein Indiz auf die Herkunft des Absenders geben könnte. Sollte der Angriff wirklich von einem russischen Absender kommen und eine symbolische Nachricht übermitteln, so würde somit nur weiter Salz in die ohnehin schon bestehende Wunde gestreut werden. Denn die beiden Länder verfügen momentan über alles andere als eine harmonische Beziehung. Dass Georgien in die NATO möchte, widertrebt Russland gänzlich. Um diesen Missmut Ausdruck zu geben, zogen mehrere russische Kriegsflugzeuge über den Süden Georgiens ihre Bahnen. Kritische Beobachter sehen hier einen bislang unbestätigten Zusammenhang, der für sie nicht zu leugnen sei. (gS-)

(via thereg.co.uk, thx!)

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