Datenverlust in England: USB-Stick mit Gefangenendaten verloren

gullinews am Freitag, 22.08.2008 14:18 Uhr

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Der fortwährende Verlust von sensiblen Daten in Großbritannien scheint sich zu einer Neverending Story zu entwickeln. Nachdem in den letzten Wochen und Monaten schon häufiger Notebooks, Rechner und weitere elektronische Geräte abhanden gekommen sind, knüpft nun ein neuer und nicht minder peinlicher Verlust an die Schreckensserie der Datenverluste in England an. Im vorliegenden Fall ist ein USB-Speicher-Stick verloren gegangen. Auf dem besagten Speichermedium befinden sich umfangreiche Informationen von rund 80.000 Gefängnisinsassen, die in England und Wales inhaftiert sind.

Hinsichtlich der Datensicherheit verzeichnete Großbritannien im vergangenen Jahr bereits zahlreiche Rückschläge. Diverse Experten gehen davon aus, dass insgesamt mehrere Millionen Datensätze mit persönlichen Informationen verschludert wurden. Meist waren von den Verlusten Speichermedien oder Computer betroffen. Um dem Trend entgegenzuwirken, hatte die britische Regierung noch im Juni in einem eigenen Bericht zur erhöhten Vorsicht im Umgang mit sensiblen Daten aufgerufen. Trotz dieser Anordnung musste das Innenministerium auch in dieser Woche wieder eine erhebliche Niederlage hinsichtlich ihrer Datensicherheit einstecken.

Den offiziellen Angaben des englischen Innenministeriums zufolge ist für den Verlust des Speichersticks eine beauftragte Fremdfirma verantwortlich. Bereits seit dem vergangenen Montag soll der mit rund 84.000 Gefangenendaten gefüllte USB-Stick verschwunden sein. Neben den umfassenden Informationen der Häftlinge sollen sich auf dem Massenspeicher auch weitere Details von 30.000 Personen mit sechs oder mehr Verurteilungen der letzten 12 Monate befinden. Um möglichst schnell an den verlorenen Stick zu gelangen, arbeitet das Ministerium eng mit der Polizei zusammen. Es bleibt abzuwarten, ob man dem Stick habhaft werden kann.

Eine Pressesprecherin des Innenministeriums hat bereits mit einem öffentlichen Statement versucht, Licht in die Sache und die Beweggründe bezüglich der Beauftragung der Fremdfirma zu bringen. In ihrer Stellungsnahme gab sie bekannt, dass die für das Innenministerium arbeitende Firma mit einer Forschungsaufgabe beauftragt war. Die Studie des Unternehmens sollte die verbesserte Verfolgung von Straftätern ermöglichen. Nähere Informationen über dessen Inhalt, beziehungsweise wie der Verlust genau vonstatten ging, wurden nicht bekannt gegeben. Sollte man in diesem Zusammenhang nicht lieber alternativ eine Studie zur Vermeidung von Datenverlusten staatlicher Stellen in Angriff nehmen? (gS-)

(via washingtonpost.com, thx!)

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21 Reaktionen aus dem gulli:Board

aderlass am 25.08.2008 17:27:55:
Man kann sich auch dum stellen, schon klar. :o...

aderlass am 26.08.2008 17:03:08:
http://www.mailonsunday.co.uk/news/article-1049121/Personal-data-million-bank-customers-sold-eBay-35.html http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,574470,00.html :T...

Project_2501 am 26.08.2008 17:06:02:
DAS war ein echt geiler Link. Reschpekt!...

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