gulli: Datenschwund: HSBC-Bank verliert CD mit 370.000 Kundendaten
14. April 2008

Datenschwund HSBC-Bank verliert CD mit 370.000 Kundendaten

In Großbritannien scheint Datenschwund zur Gewohnheit zu werden. Auf einer Kurierfahrt ist eine CD mit Kundendaten der HSBC-Bank verloren gegangen. Zwar sei die CD ist mit einem Passwort geschützt und weder Bankdetails, noch Adressen auf der CD zu finden, doch Namen, Geburtstage und Details zu den Versicherungen darauf gespeichert gewesen. Im November 2007 ist bereits eine komplette Kopie der Kindergelddatenbank einer britischen Behörde verschwunden. Auch Datensätze von Führerscheinanwärtern gingen etwa zur selben Zeit verloren.

Es beginnt schon bei der Frage, warum Kundendaten massenweise auf einem einzelnen Datenträger gespeichert werden. Offenbar hat man aus der großen Datenpanne vom November 2007 nicht gelernt. Dort gingen Auszüge der Kindergeld-Datenbank der britischen Behörde verloren. Gespeichert waren auf zwei CDs 25 Millionen Sätze persönlicher Daten, die per Post in einem Paket versendet wurden. Betroffen von diesem Datenunfall war etwa die Hälfte der britischen Bevölkerung. Die Daten enthielten Namen, Adressen und Geburtsdaten von Antragstellern und ihren Partnern und Kindern, Verwandtschaftsbeziehungen zwischen ihnen, Versicherungsnummern und Bankverbindungen.

Im Dezember 2007 gab es eine weitere Datenpanne von der britischen Führerscheinbehörde. Die Daten wurden in Iowa von einem Privatunternehmen in den USA verwaltet. Auch in Japan gingen im Dezember 8,5 Millionen Datensätze verloren. Der erneute Vorfall lässt doch langsam daran Zweifeln, dass es sich bei zentraler Datenspeicherung um eine gute Idee handelt.

Große Datenbankbestände sind bereits jetzt beliebte Handelswaren auf dem Schwarzmarkt. Lästiges Phishing kann man sich dann sparen. Und müsste man, wie von der EU vorgeschlagen, bei so einem Unfall die betroffenen Personen benachrichtigen, wäre auch der finanzieller Schaden da.

( via interest )

 

 

 

  • 10 Kommentare zum Artikel
  • das kann schonmal passieren... ich war schon immer gegen geheimnisse

    Lord_Ego am 15.04.2008 17:04
  • Zitat: Zitat von 20hz also so langsam glaube ich nicht mehr an eine "datenpanne" jemand "besorgt" sich diese daten zu seinem vorteil nein. ich finde es ist offensichtlich, dass die regierung dahintersteckt. meiner meinung nach ist das schon zuuu oft passiert, als das es ein zufall oder fehler gewesen sein kann. ich glaube eher, dass man die menschen für den zustand ...

    Wandang am 19.04.2008 00:58

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