In Florenz im Rahmen des E-Privacy-Meetings 2009 wurden vor allem zahlreiche Negativpreise an Datensammler, Datenkraken und Überwacher vergeben. In dieser Kategorie tat sich besonders die Social Networking-Seite Facebook hervor: Gleich drei der unbeliebten Negativpreise konnte man für sich verbuchen und einsammeln. Neben der Volkswahl konnte man auch in den Kategorien "Schlimmstes privates Unternehmen" und "am meisten in die Privatsphäre eingreifende Technologie" einen derart zweifelhaften Sieg einstreichen. "Facebook verleite dazu, persönliche Daten im Netz zu veröffentlichen und kontrolliere seine Nutzer. Die undurchsichtigen Geschäftspraktiken des Unternehmens würden darüber hinaus nicht gerade vertrauensbildend wirken," hieß es in der Begründung der Jury.
Auch Vertreter der Politik wurden mit derartigen Auszeichnungen bedacht. Zwei Negativpreise wurden an die die italienische Abgeordnete Gabriella Carlucci der Berlusconi-Partei Popolo della Liberta verliehen. Grund dafür waren unter anderem ihre Anträge zur Überwachung des Internets, für die sie mit dem Preis in der Kategorie "lebenslanges Ärgernis" bedacht wurde. In eine ähnliche Richtung gingen auch Carluccis Aussagen, die ihr den Preis für die "erschreckendste öffentliche Äußerung" einbrachten: Sie hatte gesagt, es sei "an der Zeit, die Anonymität des Internets zu bekämpfen und zu zerstören".
Auch das italienische Innenministerium konnte einen Negativpreis abräumen. Unter anderem für eine Initiative zur zwangsweisen Fingerabdruckerfassung von Roma-Kindern wurde das Ministerium als "schlechteste öffentliche Organisation" geehrt.
Der Positivpreis, die einzige Auszeichnung, über die sich die Empfänger gefreut haben dürften, ging an die Electronic Frontier Foundation (EFF), eine bekannte Organisation für digitale Bürgerrechte. (Annika Kremer)
(via futurezone, thx!)
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gullinews am 24.05.2009 13:34:53: |
Judie12 am 24.05.2009 19:28:40: |
Es-Ih-Em-Oh-En am 25.05.2009 13:36:46: |