Datenschutz: Google Street View lässt sich nicht verbieten

Datenschutz: Google Street View lässt sich nicht verbieten

gullinews am Sonntag, 16.11.2008 17:41 Uhr

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Das Vorhaben des Internetgiganten Google zur Erfassung von Geodaten ist nach wie vor ein heftig und kontrovers diskutiertes Thema. Massive Kritiken hagelte es unter anderem aus Großbritannien und Deutschland. Dort zeigte man sich sichtlich unerfreut über die Fototouren aus dem Hause Google. Einige deutsche Datenschützer sind nun zu dem Ergebnis gekommen, dass es offenbar keine Möglichkeit gibt, um Street View zu verbieten.

Der Datenschutzbeauftragte Hartmut Lubomierski bringt den aktuellen Stand der Dinge auf den Punkt: "Zur Aufgabe des Dienstes können wir Google nicht zwingen." Dafür ist schlicht und ergreifend kein Gesetz gegen die Erhebung von Geodaten vorhanden, obgleich das googlesche "allsehende Auge" vielen Benutzern schon längst zu mächtig ist. Besonders aus Gründen des Datenschutzes wurde dieses Thema immer wieder aufgebracht und heftig kritisiert.

Als Totschlagargument vonseiten der Datenschützer war immer wieder zu hören, dass die Darstellung von Gesichtern ein eindeutiger Verstoß gegen die Privatsphäre eines Menschen sei. Daraus resultierte dann die Forderung, die aufgenommenen Gesichter unkenntlich zu machen. Google erklärte sich dazu bereit und entwickelte eine Technologie, welche diese Aufgabe vollautomatisch übernimmt und die Bereiche des Gesichts verwischt. Ein weiteres Entgegenkommen von Google ist es, dass man allen Bürgern die Möglichkeit geben möchte, einen Widerspruch gegen bestimmte Bilddaten zu geben. Zu dieser Einigung sind die Aufsichtsbehörden für den Datenschutz in der Privatwirtschaft im Rahmen des Düsseldorfer Kreises gekommen.

Das meiste Aufsehen in Deutschland haben vermutlich die Städte und Gemeinden in Schleswig-Holstein erregt. Dort fühlte man sich durch das Vorbeifahren der Google-Autos samt Kameraturm so stark in der Privatsphäre verletzt, dass man daran dringend etwas ändern wollte. Dabei handelt es sich um eine Erfassung von Bilddaten im Sekundentakt. Somit wird jedem Benutzer von Street-View angeboten, die Fahrt am Bildschirm mitzuerleben und ein möglichst realistisches Erlebnis angeboten. Auf diese teils massiven Proteste hin hat der Internetkonzern Google mit einem vorzeitigen Rückzug reagiert. "Obwohl der Dienst datenschutzrechtlich völlig legal ist, werde man im Jahr 2008 keine Rundumfotos aus dieser Region machen", hieß es in einer Presseerklärung von Google. (gS-)

(via golem.de)

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19 Reaktionen aus dem gulli:Board

Fl4sh3r am 17.11.2008 18:31:17:
Weiß auch nicht wieso sich soviele Leute darüber aufregen - solange die Gesichter und kennzeichen der Fahrzeuge nicht zu erkennen sind, ist mir das schnurz-piep-egal. :rolleyes: Ich betrachte Google schon seit Jahren sehr skeptisch, aber Streetview halte ich persönlich für unbedenklich und sogar...

Saftig am 17.11.2008 19:46:39:
"aber Streetview halte ich persönlich für unbedenklich" Das sich da ein par Schleswig-Holsteiner drüber aufregen kann ich nicht verstehen - wahrscheinlich Stammtischgebrabbel und Kindergarten. Das ist ja wohl die Ignoranz des Tages. Ich will nicht, dass diese Autos durch...

ohneerwartungen am 09.01.2009 15:49:11:
Aufregen tun nicht die angeblichen Datenschutzverletzungen durch StreetView, sondern die paar wenigen Datenschützer, die so tun als sei es etwas ganz fürchterlich Schlimmes, die Front eines Hauses im Internet zu zeigen. Das ist doch was, was jeder auch so sehen kann. Außerdem ist Google StreetVie...

 

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