gulli: Datenpanne: Geklaute Computer der Bundesregierung enthielten sensible Daten
19. April 2008

Datenpanne Geklaute Computer der Bundesregierung enthielten sensible Daten

In den letzten drei Jahren sind in Bundesbehörden über fünfhundert Computer abhanden gekommen. Diese sollen auch sensible Daten enthalten haben, gab das Innenministerium in einer Pressemeldung bekannt. Unter anderem sollen Steuerdaten und Geheimunterlagen des Verteidigungsministeriums darauf gespeichert gewesen sein. Eine Meldepflicht für Datenverluste wird gefordert.

Wie im März bekannt wurde sind etwa fünfhundert Computer zwischen 2005 und 2007 in Bundesbehörden abhanden gekommen. Auf denen sind zum Teil sensible Daten gespeichert gewesen, wenn auch in überwiegend verschlüsselter Form. Erteilt wurde diese Auskunft vom Innenministerium auf Anfrage vom FDP-Abgeordneten Carl-Ludwig Thiele. Aus der Pressemeldung vom Innenministerium, die der Presseagentur dpa vorliegt, soll hervorgehen, dass den Bundesbehörden in diesem Zeitraum insgesamt 189 Computer, 328 Laptops, 38 Speichermedien und 271 Mobiltelefone abhanden gekommen oder gestohlen worden sind.

Auf einem gestohlenen Laptop des Bundesamtes für Zivildienst sollen sich 1.200 Adressdaten von Zivildienstleistenden befunden haben. Auf einem entwendeten USB-Stick des Statistischen Bundesamtes waren Daten zur Einkommenssteuer 2001 gespeichert, die allerdings anonymisiert gewesen sein sollen. In fünf Fällen sollen Datenträger des Verteidigungsministeriums vertrauliche Informationen enthalten haben. Auch in entwendeten Handys, die zum Teil im Ausland verschwunden sind, sollen geheime Telefonnummern von Politikern und Abgeordneten gespeichert gewesen sein.

In der Pressemeldung soll es heißen: "Der Bundesregierung ist kein Fall bekannt, in dem von einem gestohlenen, abhanden gekommenen beziehungsweise unauffindbaren Gerät auf nichtöffentliche beziehungsweise vertrauliche Daten zugegriffen werden konnte." Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar forderte eine Meldepflicht für den Verlust verloren gegangener Daten.

Auch in Österreich soll es Fälle von entwendeten Computern gegeben haben. Von gehäuften Datenpannen in Großbritannien berichtete Gulli mehrfach.

( via Futurezone )

  • 25 Kommentare zum Artikel
  • Zitat: Zitat von Wikinger Hallo!!!!!!!!!!!!!!!!!! Die Dinger wurden geklaut!! Heist, von jemanden absichtlich entwendet und nicht irgendwo aus versehnen liegen gelassen. Wenn ich bei Euch einsteige und die Rechenknechte klaue, sind da garantiert auch sensible Daten drauf. Man sollte allerdings mal über eine Alarmanlage nachdenken. Wikinger Oh ich lass mir mal eben über 2 Jahre 500 ...

    MrsJackson am 22.04.2008 11:21
  • Zitat: Kurz gerechnet: 365*3 / 500 = Alle 2,19 Tage gehen den Bundesbehörden ein Handy, PC, USB-Stick, etc. verloren. Irgendwie lustig. Ist bei 3,12 Millionen Beamten die für die Bundes- und Landesbehören arbeiten auch wirklich eine wahnsinnige Zahl.

    ClockClock am 22.04.2008 11:36

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