Cybercrime: Wieso Gmail-Accounts mehr Geld bringen

Cybercrime: Wieso Gmail-Accounts mehr Geld bringen

Annika_Kremer am Dienstag, 09.02.2010 01:38 Uhr

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Gestohlene Benutzer-Accounts für diverse Online-Dienste können auf dem Schwarzmarkt einiges an Geld einbringen. Die Veränderung der Cybercrime-Szene und des Internets sorgt allerdings momentan für erhebliche Veränderungen bei den zu erzielenden Preisen.

Die auf Datensicherheit spezialisierte Firma Imperva berichtet, dass sich durch die Evolution des Web 2.0 die Preise für gestohlene Accounts momentan sehr stark auseinander bewegen - manche Dienste bringen sehr viel Geld, andere nur wenige Euro. Wie der technische Leiter der Firma, Amichai Shulman, erklärt, hängen die zu erzielenden Preise einerseits von der Beliebtheit des Dienstes, andererseits aber auch von der Popularität des entwendeten Accounts ab. 

Längst, so Shulman, sind nicht mehr nur Kreditkarten-Daten gefragt. So wechseln mittlerweile auch Twitter-Accounts je nach Anzahl der "Follower" für bis zu 1000 US-Dollar (rund 730 Euro) den Besitzer. Auch im E-Mail-Bereich spielt die Beliebtheit des Anbieters eine extrem wichtige Rolle. Während ein Hotmail-Account nur rund 1,50 US-Dollar (einen Euro) kostet, bringt ein Mail-Konto beim Konkurrenten Gmail dem Dieb bis zu 80 Dollar, also knapp 60 Euro, ein. Shulman erklärt dies damit, dass Gmail aufgrund seiner größeren Flexibilität und der größeren Anzahl an Features gerade bei professionellen Benutzern mittlerweile weitaus beliebter als die Konkurrenz ist. Zudem könnten mit Hilfe der Gmail-Account-Daten auch weitere Google-Dienste wie Google Docs und Google Adword genutzt werden, was die Attraktivität dieser Daten zusätzlich steigen läßt. 

Gerade Accounts in Sozialen Netzwerken werden häufig auch dazu eingesetzt, Informationen über das soziale Netz einer Person zu gewinnen. Auch Phishing-Angriffe auf die "Follower" oder "Friends" des Betroffenen gewinnen zunehmend an Bedeutung.

Shulman betont angesichts dieser Erkenntnisse noch einmal, dass Benutzer für jeden ihrer Accounts ein separates Passwort verwenden sollten. "Wenn das kein Weckruf für jeden ist, der mehrere Konten mit demselben Passwort besitzt, dann weiß ich es nicht. Internetnutzer - insbesondere die mit professionell genutzten Konten - müssen verschiedene Passwörter für verschiedene Dienste benutzen, oder sie könnten die katastrophalen Folgen eines laxen Umgangs mit ihren Daten tragen," erklärt er. 

(via IT SecCity, thx!)

(Bild via Alnia @ DeviantArt, thx!)

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7 Reaktionen aus dem gulli:Board

tOmAtEl am 10.02.2010 01:53:14:
Ich halte das alles für ausgemachten Blödsinn, jedenfalls im Zusammenhang mit Cybercrime. Für Spam-Versender ist das nun bei weitem nicht lukrativ. Selbst wenn ein Twitterer eine Millionen Leser hat, dann ist für einen kriminellen bei weitem keine 1000$ wert. Der bringt vielleicht drei...

Kuchiki_Rukia am 10.02.2010 02:00:03:
Das die für Google-Mail so viel Geld verlangen kann ich verstehen, seit dem Google neuerdings auch die Handynummer zum anmelden haben will...

JacoBird_Coffee am 13.02.2010 18:12:19:
ich moechte gar nicht wissen, wieviel meine Bewerbungen wert sind? Seit dem ich mich bewerbe habe ich solch eine spam/werbeanrufe/werbepost-Flut,speziell auf mich abgestimmt, die werden doch sicher auch gehandelt - ist ja sozusagen ein All-In-One Dokument, mit Name, Anschrift, Schulbildung, Beruf un...

 

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