gulli: Cyber-Angriffe: Energieversorgung schlecht abgesichert

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12. November 2008

Cyber-Angriffe Energieversorgung schlecht abgesichert

Ein Thema, das in der IT-Sicherheit in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewinnt, ist der Schutz kritischer Infrastrukturen (also solcher Einrichtungen, die für das reibungslose Funktionieren des gesellschaftlichen Lebens unabdingbar sind) vor Cyber-Angriffen. Die Firma Secure Computing führte zu diesem Thema nun eine Umfrage durch, die klären sollte, welche Einrichtungen besonders anfällig sind und wo die größten Probleme liegen.

Als besonders anfällig erwies sich in der Studie, an der sich Fachleute aus den USA, Kanada und Europa beteiligten, die Energieversorgung. Dort sind Angriffe am wahrscheinlichsten, könnten aber auch besonders weitreichende Folgen haben. Für am besten abgesichert halten die Experten den Finanzsektor. Alle anderen in der Studie vertretenen Industrien, beispielsweise Öl/Gas, Telekommunikation und Rettungskräfte, wurden zu über 50 Prozent als nicht oder nicht ausreichend auf einen Cyber-Angriff vorbereitet eingestuft.

Angriffe gerade auf die Energieversorgung waren in letzter Zeit immer wieder Thema in den Medien, aber auch im politischen Diskurs. Spektakuläre "Kraftwerks-Hacks" bei Übungen brachten die Gesetzgeber in den USA dazu, Gesetze in Erwägung zu ziehen, die dem Staat mehr Kontrolle über Stromanbieter geben. Umgesetzt wurden diese Pläne allerdings bislang nicht.

Grund für die erhöhte Anfälligkeit gerade der Energieversorgung sind unter anderem strukturelle Besonderheiten. Auch mangelndes Sicherheitsbewusstsein bei den Verantwortlichen wurde als häufiger Grund für schlechte Sicherheitsstandards in Unternehmen dieser Art genannt. Insgesamt gab die Studie die Kosten wirksamer Sicherheitsmaßnahmen als häufigsten Grund für den schlechten Schutz kritischer Infrastrukturen an. Auf Platz zwei folgte die Gleichgültigkeit der Verantwortlichen Sicherheitsdingen gegenüber. Ebenfalls häufig als negative Einflüsse genannt wurden interne Faktoren innerhalb der zuständigen Firmen und bürokratische Regelungen der Regierung. (Annika Kremer)

(via CNET News, thx)

  • Packt man wichtige Dinge wie Kraftwerke und Krankenhäuser in ein eigenes Netz, passiert da rein garnichts. Zur Not halt eine Art Backup-Netz das aktiv wird wenn man beim Kraftwerksproxy den Stecker zieht und nurnoch zwischen anderen Kraftwerken routet...

    Diablokiller999 am 12.11.2008 10:55
  • Jetzt auch noch sowas ... ... der Klärgruben Hack

  • @Tyranastrasz: Exactement. Das war das gesuchte Video. Ich hab sogar extra bei DeineTube gesucht, aber ich muß wohl wiedermal C&C spielen, um "power grid" wieder fest in den Wortschatz zu integrieren.

  • ich hoffe, dass diese Nachrichten nicht als Aufforderung verstanden werde Kraftwerke zu hacken. Bei Kraftwerken (vor allem Atomkraftwerken oder Gaskraftwerke) könnte das ins Auge gehen

    Sierra101 am 12.11.2008 21:53
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