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18. Mai 2005

Creative Commons International gegründet

Offenes Lizenzierungsmodell breitet sich zügig aus

Creative Commons bieten Lizenzierungen für Werke, die freier als von den meisten Urheberrechten vorgesehen genutzt werden können oder in Allgemeinbesitz übergehen sollen - um zu verhindern, dass mehr und mehr digitale Güter durch ihre "Verwaisung" der Nutzbarkeit durch die Allgemeinheit entzogen werden.

Immer mehr Texte, Medien und digitale Produkte wurden in der jüngsten Zeit unter eine Creative-Commons - Lizenz gestellt, welche inzwischen für siebzehn Länder übersetzt wurden. Mit der Lizenz kann allgemeinverständlich und leicht vom Urheber festgelegt werden, unter welchen Bedingungen und mit welchen Einschränkungen sein Werk von anderen verwendet, verändert und weitergegeben werden kann.

In Großbritannien wurde nun Creative Commons International gegründet, die über die USA hinaus die Verbreitung der CC-Lizenzierung weiter ankurbeln soll. Paula Le Dieu soll das Projekt leiten, als weiterer Nicht-US-Bürger wurde Joi Ito Chairman beim internationalen CC-Ableger. Dadurch soll die Unabhängigkeit von der US-Organisation betont und gestärkt werden.

Das Problem der heutigen Urheberrechtslage liegt unter anderem darin begründet, dass mehr und mehr Werke "verwaisen" - die Rechteinhaber sind nicht mehr bekannt oder nicht auffindbar, entsprechend kann die Verwendung ihrer Werke mit niemandem mehr vertraglich geregelt werden und ist ihr Gebrauch ein großes rechtliches Risiko. Mehrere Initiativen nehmen sich diesem Misstand an, durch den eine Vielzahl von Kulturgütern der Allgemeinheit auf Dauer verlorengeht. Die sogenannten "Orphan Works" sollen auf Wunsch vieler Bürgerrechtsgruppen, aber auch in diesen Zusammenhängen ungewohnteren Mitstreitern wie Microsoft wieder verfügbar werden.
Weniger zimperlich waren Downhillbattle, die die Bürgerrechtsdokumentation "Eyes on the Price" schlicht im Torrent releasten, nachdem klar wurde, dass niemals eine rechtlich einwandfreie Möglichkeit kommen würde, das Werk der Allgemeinheit in welcher Form auch immer zugänglich zu machen. Eine CC-Lizenzierung macht all diesen Aufwand für die Zukunft eines Werks weitgehend überflüssig.
18.5.2005

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