Copyright-Petition: Stallman darf nicht zum französischen Premierminister

gullinews am Montag, 12.06.2006 18:30 Uhr

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Dass man ohne einen Termin nicht zum französischen Premier vorgelassen wird, auch wenn man 165.000 Bürger und 1.000 Organisationen vertritt, kann man durchaus nachvollziehen. Dass man 165.000 Bürger und 1.000 Organisationen vertritt und keinen Termin beim Premierminister bekommt, ist hingegen mehr als traurig.

Stallman, Gründer des GNU-Projekts und der Free Software Foundation, kommentierte entsprechend bitter, Bill Gates sei ein Herrscher, "wir sind nur Bürger". Gates wurde im Gegensatz zu den Vertretern der EUCD.info empfangen. Die Initiative des französischen Zweigs der Free Software Foundation wendet sich gegen die mit dem DAVIDSI-Entwurf geplante Verschärfung des französischen Urheberrechts, welches die Legalität zahlreicher Open Source-Anwendungen in Frage stellen würde.

Seit dem Beginn der Kampagne konnte die Initiative die Unterschriften von 165.000 französischer Bürger und die Unterstützung von tausend Organisationen gewinnen - deren Repräsentanten von Frankreichs Staatsspitze jedoch trotz Voranmeldung nicht empfangen wurden. Terminliche Gründe waren offenbar nicht die Ursache: die Entscheidung, Stallman abzuweisen, sei Ergebnis "ernsthafter Erwägungen", wie der Leiter des Securityteams angab, das Stallman den Einlaß verwehrte.

Bilder und ein Bericht der Abweisung finden sich auf der Seite der EUCD.info - Kampagne.

Die DAVIDSI-Gesetzesentwürfe sehen laut den Bürgerrechtlern ein Verbot von Programmen vor, die zur Medienverbreitung geeignet sind, jedoch kein DRM beachten. Damit sind nicht nur zahlreiche freie Player gefährdet, sondern praktisch jede Software, die beispielsweise Downloads zulasse: neben den üblichen Verdächtigen wie Brenn- und Riptools auch Filesharingclients, IRC oder gar ftp, apache oder SSH.

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2 Reaktionen aus dem gulli:Board

gullinews am 12.06.2006 18:28:41:
Dass man ohne einen Termin nicht zum französischen Premier vorgelassen wird, auch wenn man 165.000 Bürger und 1.000 Organisationen vertritt, kann man durchaus nachvollziehen. Dass man 165.000 Bürger und 1.000 Organisationen vertritt und keinen Termin beim Premierminister bekommt, ist hingegen ...

am 12.06.2006 19:41:24:
Schade... vielleicht wird es zeit das die wieder alles kurz und klein schlagen damit man ihnen zuhört?!?...

nils am 12.06.2006 21:52:41:
wie kann man nur so offensichtlich zeigen, dass man ein korruptes arschloch ist? :(...

 

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